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Das Schülercafé entsteht - Anwohner äußern ihre Angst vor Lärm

Ratssitzung

STADTLOHN Am Ende stand ein klares Ja zum neuen Schülercafé in Stadtlohn – und zum Schluss konnten die Mitglieder des Ausschusses eine neue Erfahrung verbuchen: eine Aussprache, an der sich zwei Vertreter der betroffenen Anlieger beteiligen durften.

von Von Thorsten Ohm

, 28.04.2010
Das Schülercafé entsteht - Anwohner äußern ihre Angst vor Lärm

Auf diesem Platz soll bereits in wenigen Monaten das neue Schülercafé entstehen. Abschließend war es jetzt Thema im Rat.

Sie hatten Einspruch gegen die Planungen erhoben – und brachten ihre Argumente vor: Christian Niehues und Martin Sicking stellten ihre Position in der Sitzung des Generationsausschusses dar. Warum sie den Platz zwischen Mensa der Herta-Lebenstein-Realschule und Bücherei für ungeeignet halten: Sie sehen ihre Wohnqualität als ohnehin belastet an. Gleich mehrere öffentliche Einrichtungen finden sich in ihrem Umfeld: Realschule, Kindergarten, Pfarrzentrum und Bücherei. Jetzt noch ein Schülercafé? Zwar lobten sie die Offene Jugendarbeit – doch das ist ihnen zuviel des Guten. Ihre Sorge: Ein Treffpunkt für Jugendliche zieht zusätzlichen Lärm an – vor allem abends.

Politik und Verwaltung stellten sich den Anliegern. Gemeinsam versuchten sie, Kompromisse aufzuzeigen: Der Eingang zum Schülercafé könne noch an einer anderen Seite liegen – nicht zum Garten eines Anliegers. Im Schülercafé drehe sich punkt 19 Uhr der Schlüssel im Schloss, garantiert nicht später. Und gegen das häufige wilde Zuparken will die Stadt jetzt Schritte ergreifen. Das reichte den Anwohnern nicht: Sie blieben bei ihrem grundsätzlichen Nein zum Schülercafé an dieser Stelle – und wollten nicht über eine „Schadensbegrenzung“ reden. Politischer Zwiespalt flammte zum Schluss noch auf: Jürgen Wörmer (UWG) hatte angeregt, eine zukünftige Verlegung mit ins Auge zu fassen – in Richtung Berkelstadion. Das hatten die Anwohner als Alternative ins Spiel gebracht.

Unterstützung gab es von Ruth Inhestern (FDP) und Marlies Bomers-Meiering (Bündnis 90/Die Grünen). Eine Absage erteilte dem unter anderen Gerda Perl (CDU): „Wir halten den Standort für den geeignetsten. Er liegt zentral und ist gut angebunden.“ Unterm Strich sahen das acht Ausschussmitglieder so – vier enthielten sich.