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Ehrennadel zum Abschied

Stadtlohn/Südlohn Ein präziser Visionär, ein gewissenhafter Abenteurer, ein strukturierter Grenzgänger - in der Person von Heinrich Tömmers keine Gegensätze.

10.08.2007

Denn all diese Eigenschaften durfte sich der Stadtlohner am Donnerstagabend bescheinigen lassen: Der 64-jährige wurde aus dem Vorstand der VR-Bank Westmünsterland verabschiedet. Grund genug, auch ein Stück Bankengeschichte im westlichen Münsterland Revue passieren zu lassen. Der Ort dazu war passend gewählt: das Hofcafé Schulze-Besseling in Südlohn, und damit im Herzen des einstigen Geschäftsgebietes der Volksbank Stadtlohn.

Vorstandsvorsitzender Michael Sonnenschein ließ die Laufbahn von Tömmers noch einmal Revue passieren. Dabei erinnerte er an die Schritte auf dem Weg zur heutigen VR-Bank Westmünsterland, ein Prozess, den Tömmers mitgeprägt habe: der Fusion mit der Borkener Volksbank im Jahr 1996 und vor zwei Jahren der Zusammenschluss mit der Volksbank Coesfeld zu dem genossenschaftlichen Kreditinstitut, wie es heute dasteht: "Schade, dass Sie ausscheiden - wir hätten Sie gern länger dabei gehabt."

Mit ebenso launigen wie herzlichen Worten verabschiedete Vorstandsvorsitzender Dr. Wolfgang Baecker Heinrich Tömmers. Der gebürtiger Wettringer habe als Jugendlicher eigentlich Kfz-Schlosser werden wollen - "dann würde er heute wahrscheinlich als Vorstand eines großen, regionalen Autohauses verabschiedet". Baecker gab einen humorvollen Einblick in den Büroalltag seines Vorstandskollegen und erinnerte an Tömmers erfolgreichen Kampf gegen Taubenplagen: "Die Plastikeulen zur Abschreckung auf dem Dach der Südlohner Volksbank waren seine Idee." Vor allem aber würdigte Baecker den Einsatz, den Tömmers zur Entwicklung der Volksbanken geleistet habe: "Ohne Sie gebe es vieles in der Region nicht, und ohne Sie gebe es auch unsere VR-Bank so heute nicht."

Einen Höhepunkt stellte die Verleihung der silbernen Ehrennadel des Rheinisch-Westfälischen Genossenschaftsverbands dar - überreicht von Thomas Ullrich, Vorstandsmitglied der Westdeutschen Genossenschafts-Zentralbank: "Sie haben stets über den Tellerand hinaus geschaut", lobte er die Weitsicht, von der Tömmers handeln geprägt gewesen sei.

Nachdenkliche Worte hatte Stefan Jürgens, Pfarrer der St. Otger-Gemeinde, als Festredner zum Thema "Ethik und Monetik" mitgebracht: Er mahnte, auch in Zeiten globalisierter Wirtschaft den Blick auf den Menschen nicht zu verlieren.

Heinrich Tömmers selbst bedankte sich für das Lob und die Anerkennung, die ihm zuteil wurde, und bekannte: "An den Gedanken, nicht mehr arbeiten zu gehen, muss ich mich erst mal gewöhnen." to

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