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"Ein positives Wagnis"

Stadtlohn Die Johannesschule als städtische Förderschule soll sich zu einem Kompetenzzentrum weiter entwickeln.

19.12.2007

Das haben der Rat und zuvor der Schulausschuss einstimmig beschlossen. Die Initiative dazu ging von der Schule selbst aus. Sie hatte bei der Stadt beantragt, sie in diesem Vorhaben zu unterstützen.

Schulleiterin Margarete Wolter erläuterte im Schulausschuss dazu den Hintergrund. Das Land Nordrhein-Westfalen beabsichtige, Förderschulen zu Kompetenzzentren zu machen. Vorgesehen sei jetzt eine dreijährige Pilotphase. Daran könnten sich etwa zwei bis drei Schulen im Regierungsbezirk Münster beteiligen.

Das Ziel sei es, mehr Schüler in den Regelschulformen zu behalten statt in die Förderschule aufzunehmen. Ebenso solle die Rückführung von Schülern aus der Förderschule in eine Regelform erleichtert werden. Dabei liege ein Schwerpunkt der sonderpädagogischen Arbeit in der Lernbegleitdiagnostik. Die Schulleiterin sagte: Es ist Neuland und viel Arbeit, aber es ist ein positives Wagnis."

Grundsätzlich unterstützen beide politische Gremien diesen Antrag aus der Schulkonferenz. Dabei sei es wichtig, die anderen Schulen mit einzubeziehen. Schließlich sei eine Zusammenarbeit für das Gelingen unverzichtbar. Erster Beigeordneter Karlheinz Pettirsch konnte in der Ratssitzung aus einem Informationsgespräch bei der Bezirksregierung berichten. Finanzielle Zusatzleistungen seien für die Stadt damit nicht verbunden. Ausdrücklich sei betont worden, dass die Umwandlung in ein Kompetenzzentrum nicht als Instrument der Standortsicherung gesehen werden dürfe. Das habe ein ministerieller Vertreter erklärt. Man erwarte zudem Wanderbewegungen der Schüler, wenn das Modell erfolgreich arbeite.

Zur Ausgestaltung heißt es in einer Mitteilung des Städte- und Gemeindebundes: "Eine Förderschule, die zum Kompetenzzentrum ausgebaut werde, soll ein breites Spektrum sonderpädagogischer Förderung - zum Beispiel den gesamten Bereich der Lern- und Entwicklungsstörungen - abdecken." Dabei komme der vorbeugenden Tätigkeit eine besondere Rolle zu, um einen sonderpädagogischen Förderbedarf nicht entstehen zu lassen. to

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