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Energie strahlt rot und gelb

Stadtlohn "Ich war überrascht, wie viel Energie durch Fenster verloren geht", meint Fabien Davids, Schüler der Herta-Lebenstein-Realschule und Mitglied der Roboter-AG. Wie viel Energie "flöten geht", sieht er auf dem Display einer Wärmebildkamera, die 20 000 Euro kostet und Werner Vogelsang gehört.

12.10.2007

Heute ist "First-LEGO-League-Power-Puzzle-Day". Für die Technikkurse der Klassen 9 und 10 und die Roboter-AG ist dieser Donnerstag sicher kein normaler Schultag. Alles dreht sich für die etwa 50 Schüler um das Thema "Energie".

Unser Konzept ist: "Wir laden Profis ein", erzählt Lehrer und Organisator Dietmar Kemper. "Wir haben die Städtischen Versorgungsbetriebe, Greenpeace, das Energieberatungsmobil der "EnergieAgentur NRW" und die Stadtlohner Firma Enles dabei." Und neben Diplom-Ingenieur Ludger Möllers natürlich auch Werner Vogelsang. Gerade lässt sich die Roboter-AG von ihm die Wärmebildkamera erklären. Er filmt die Schüler und diese können sich sofort auf einem Fernseher sehen, der in ihre Richtung gerichtet ist. In allen Farben des Regenbogens erscheinen die Schüler auf der Mattscheibe: knallrot die warme Stirn, blau deutet auf Feuchtigkeit hin. Der Pullover flimmert in grüner und gelber Farbe. Der Unterhaltungseffekt ist enorm: Pullover haben einen roten Fleck, wenn sie angehaucht werden. Und wenn man die Hände aneinander reibt, dann spürt man die Wärme nicht nur, man sieht sie auch.

Gebäude testen

Neben amüsanten Spielereien erfahren die Schüler auch viel über das eigentliche Einsatzgebiet der Kamera. "Wir untersuchen damit Gebäude und können feststellen, wo Energie verschwendet wird", so Vogelsang. Während es für die Roboter-AG mit dem "Blower Door Test" weitergeht, beginnt draußen auf dem Schulhof ein Teil des Technikkurses der Klasse 9, das Energieberatungsmobil zu erkunden.

Mit Fragebogen und Stift bewaffnet suchen die Gruppen nach Antworten. Nicht nur die Brennstoffzelle, sondern auch Windkraft und Energiesparlampen sind Themen. An einem Computer können die Gruppen schätzen, wie lange die Kohle- und Gasvorräte noch reichen. "Wir machen das Thema Energie noch in Klasse 10, aber es ist auch einfach so interessant", meint Daniel Kemper, der mit Lukas Bonhoff gemeinsam eine Gruppe bildet. Die Schüler für das Thema Energie zu begeistern und zu sensibilisieren, das sei das Ziel des Energieberatungsmobils, erklärt Bernd Geschermann, der den Bus betreut. "Wir erwarten jetzt nicht, dass alle Schüler hier rausrennen, und ihre Eltern überzeugen, ihre Häuser zu dämmen." as

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