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Feinsinniger Humor kam an

26.12.2007

Feinsinniger Humor kam an

<p>Wusste das Publikum mit Liedern und Texten zu überzeugen: Klaus-André Eickhoff. Meisel-Kemper</p>

Stadtlohn Jeder sieht Weihnachten so, wie er es sehen möchte. Der Kabarettist und Liedermacher Klaus-André Eickhoff aus Aachen hatte sich für diese Zeit ein ganz besonderes Programm ausgedacht mit vielen eigenen Gedanken, die sich offensichtlich mit denen des begeisterten Publikums in der Konzertaula des Geschwister-Scholl-Gymnasiums deckten.

Es war die dritte Veranstaltung der neuen Reihe "popart:Stadtlohn", welche die Stuhlreihen leider nur zur Hälfte füllte. Mit Geschichten von Hans Dieter Hüsch, von Arno Backhaus und eigenen Texten zusammen mit Liedern und Geplaudere über Weihnachten schuf Eickhoff ein abgerundetes Programm, dass ironische Selbsterkenntnis mit dem Ernst der Lage zu Weihnachten verknüpfte. Brüller wie bei anderen Kabarettisten waren nicht dabei, dafür feinsinniger Humor, der beim Publikum ebenso zündete.

Überall Zimt

Die erste Geschichte skizzierte den Weg bis zur Explosion eines Kohlekraftwerkes, da das Stromnetz vor lauter Weihnachtsbeleuchtung überlastet war. In Liedern, die er virtuos am Klavier begleitete, fragte er nach dem, was Weihnachten wirklich ausmachte. Waren es die Bakterien an der Glühweintasse auf dem Stadtlohner Weihnachtsmarkt oder war es der übermäßige Gebrauch von Zimt: "Selbst der zarte Heilbutt schwimmt im Zimt." Mit Briefmarken zu Weihnachten treibe man Schabernack, vorn Zimtmotiv, hinten Zimtgeschmack.

"Und was ist, wenn die Weihnachtskontrolleure vor der Tür stehen und ich bin nicht vorbereitet?", fragte Eickhoff das schmunzelnde Publikum. Seine Antwort war überraschend und vielleicht ein Indiz dafür, dass er das ganze Jahr an diesem Programm gearbeitet hatte. Die Weihnachtsmütze verrutschte und zum Vorschein kam der Osterhase, der uns alle reingelegt hat.

Unterträglich schön

Aus drei "unerträglich schönen Weihnachtsliedern" formte er ein neues, in dem er zugab, dass Maria unter Schmerzen gebar und Jesus bestimmt auch volle, stinkende Windeln gehabt habe. Die unvermeidliche Wunschliste war ein weiteres Thema, bevor der Kabarettist dann den Zauber von fliegenden Rentieren und dem Weihnachtsmann lüftete. Er müsse pro Stunde 1040 Kilometer zurücklegen, um die 15 Prozent der 278 Milliarden Kinder gleichzeitig zu beschenken, die an Jesus Christus glau- ben. Elvira Meisel-Kemper

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