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Hellebarde erinnert an blutige Schlacht

03.08.2007

Stadtlohn Hellebarde Als Dokument des Monats August hat der Stadtlohner Archivar Ulrich Söbbing eine (Foto) ausgesucht. Sie stammt aus der Schlacht im Lohner Bruch vom 6. August 1623. Dazu schreibt er unter anderem: Bei einer Hellebarde handelt es sich um eine Hieb- und Stichwaffe des Fußvolkes, die vor allem vom 14. bis 16. Jahrhundert zum Einsatz kam. Sie stellte eine Antwort auf die immer stärkere Panzerung der Reiter dar und entwickelte sich aus der Verbindung eines Speeres mit einem sichelförmigen Werkzeug für die Feldarbeit.

Die Hellebarde weist in ihrer typischen Form an einer Seite ein breites, halbmondförmiges Beil, auf der gegenüberliegenden Seite eine kurze, abwärts gekrümmte Klinge sowie am Ende eine Stoßklinge auf. Die Waffe wurde auf einem rund zwei Meter langen, meist achteckigen, hölzernen Schaft angebracht, wobei der Übergang zum Stiel oft mit Schaftfedern aus Metall verstärkt war. In den Landsknechtsheeren des Spätmittelalters besaß die Hellebarde ihre größte Bedeutung. Mit ihrer gewaltigen Durchschlagskraft konnten Ritterhelme und -rüstungen durchschlagen werden. Meist bestand ihr Einsatz jedoch in einem ständigen Stechen und Ziehen. Verfehlte man den Gegner, war es dennoch möglich, diesen durch Zurückziehen der Waffe mit dem Haken aus dem Gleichgewicht zu bringen oder vom Pferd zu reißen. Vielfach wurde die Waffe auch gegen die Beinsehnen oder den Bauch der Pferde eingesetzt.

Die vorliegende, gut erhaltene Hellebarde wurde um 1946 nahe dem Düwing Dyk gefunden. Von einem zweiten Exemplar existiert noch ein Foto aus dem Jahr 1957. Über Hinweise auf den Verbleib dieses Fundstückes wäre das Stadtarchiv Stadtlohn sehr dankbar. Der Stadtlohner Heimatverein lädt am heutigen Samstag dazu ein, der Toten der historischen Schlacht zu gedenken. Um 14 Uhr geht es per Rad zum Gedenkstein am Düwing Dyk (14.30 Uhr), anschließend Kaffeetrinken.

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