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Hunderte Stadtlohner füllen Sandsäcke

Hochwassergefahr/Vogelschießen abgesagt

Nach dem Gewitter droht jetzt das Hochwasser: In einem noch nicht dagewesenen Appell sind jetzt die Bürger zur Hilfe aufgerufen.

STADTLOHN

, 24.06.2016

22.00 Uhr: Die Kalterbrücke ist gesperrt. Die Feuerwehr geht kein Risiko ein. Ein Statiker soll die Standfestigkeit des Bauwerks prüfen, bevor der Verkehr wieder fließen kann.

Am Autohaus Knubel hat sich die Hochwasserlage seit dem Nachmittag deutlich verschärft. Land unter gilt dort für den gesamten Bereich.

Auf dem Busbahnhof sind letzten Sandsäcke gefüllt. Die Helfer werden jetzt vom DRK verpflegt. Zeit für eine Pause, in den Morgenstunden soll es Regnen. Niemand weiß, wie sich die Hochwasserlage in Stadtlohn am Morgen darstellen wird.

19.04 Uhr: Nach wie vor gibt es kritische Situationen in Stadtlohn. Das betrifft vor allem den Bereich Uferstraße/An de Bleeke. Bei Euronics wehren die Sandsäcke das Hochwasser ab. Am Kalterweg ist nach wie vor die Brücke bedroht. Nahe der Fliednerschule ist der Damm aufgeweicht; dort werden Aufschüttungen vorgenommen, um ihn zu sichern. Zahlreiche Haushalte sind vom Stromnetz genommen worden: Die SVS-Versorgungsbetriebe haben eine Trafostation aus Sicherheitsgründen abschalten müssen.

Betroffen ist auch die Feuerwache am Steinkamp. Die Kameraden aus Vreden haben für die Wache ein Aggregat bereitgestellt, um die Funktionsfähigkeit dieser wichtigen Einrichtung sicherzustellen. Weitere Kräfte aus dem Kreis Warendorf sind zu Unterstützung angerückt.

 

Die Bevölkerung unterstützt an vielen Stellen die Wehr. Das gilt für das Befüllen der Sandsäcke ebenso wie für das Verlegen der Säcke an den Einsatzstellen. Der Krisenstab des Kreises Borken berichtet unterdessen, dass sich der Anstieg des Pegels der Berkel in Stadtlohn abgeschwächt habe. Gescher und Coesfeld melden demnach gleichbleibende Pegel. Aus Gescher werden 3000 Sandsäcke nach Stadtlohn gebracht.

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Hochwasser in Stadtlohn

Nach einer Gewitternacht tritt die Berkel in Stadtlohn über die Ufer.
24.06.2016
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So Hoch wie die Mauer entlang der Berkel türmten sich am Abend die Sandsäcke.© Foto: Bernd Schlusemann
© Foto: Bernd Schlusemann
Am Autohaus Knubel hat sich die Situation bis zum Abend noch verschlechtert.© Foto: Bernd Schlusemann
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Die Kalterbrücke wurde am Abend gesperrt. Ein Statiker sollte untersuchen, ob die Standfestigkeit noch gegeben ist.© Foto: Bernd Schlusemann
Im Feuerwehrgerätehaus fiel der Strom aus. Mit einem Aggregat wurde das Gebäude dann mit Strom versorgt.© Foto: Bernd Schlusemann
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Schlagworte Stadtlohn

17.04 Uhr: An der Kalterbrücke staut sich das Wasser bereits an der Oberkante des Brückenbauwerkes. Es scheint nur noch eine Frage von Minuten zu sein, bis das Wasser auf die Fahrbahn läuft. Die Düster Stegge hat es bereits erreicht.

16.58 Uhr: Rund 350 Menschen beteiligen sich inzwischen daran, Sandsäcke zu befüllen, darunter die ganze 4. Kompanie der Otgerus-Schützen und der Vorstand. Rund 5000 bis 6000 Säcke sind bereits gefüllt. Auch das Technische Hilfswerk ist von Bocholt mit schweren Fahrzeugen vor Ort eingetroffen.

16.45 Uhr: Die St.-Otgerus-Schützen ziehen die Reißleine: Das Vogelschießen ist abgesagt. Eigentlich hatte es am Freitagabend stattfinden sollen. Ob und wann es nachgeholt wird, ist noch nicht bekannt.

 

16.34 Uhr: In der Glockenstadt Gescher ist die Situation unter Kontrolle. Allerdings ist die Gefahr noch nicht vollständig gebannt, sagte Bürgermeister Thomas Kerkhoff im Gespräch mit der Münsterland Zeitung. Das gelte besonders für den Bereich an der Firma Hüsker. Vom Starkregen betroffen gewesen seien schon in der Nacht viele Keller, auch die Verwaltung von Haus Hall. Hilfskräfte hätten bislang 15000 Sandsäcke befüllt, die zur Sicherung verlegt wurden. 2000 weitere Sandsäcke lägen als Reserve bereit. Bürgermeister Kerkhoff bestätigte, dass das Wehr bei Alfers Mühle zur Entlastung geöffnet worden sei.

16.29 Uhr: Immer dramatischer wird die Situation am Elektronik-Markt nahe der Berkelbrücke am Pfeifenofen. Dort bedrohen die Wassermassen die Mauer. Der Markt ist bereits vom Wasser betroffen. Inhaber Thomas Dieker ist erschüttert: "Eine Katastrophe!"

16:13 Uhr: In der Innenstadt herrscht einiges Verkehrschaos. Die Fahrzeuge der Rettungskräfte, Absperrungen und Überschwemmungen beeinträchtigen den normalen Straßenverkehr erheblich. Zugespitzt hat sich die Situation für Möbel Steinbach an der Uferstraße: Wasser läuft ins Verwaltungsgebäude. Dort geht man davon aus, dass im benachbarten Gescher ein Wehr geöffnet wurde und der Pegel der Berkel dadurch in Stadtlohn erheblich anstieg.

15.38 Uhr: Die St.-Otgerus-Schützen verlegen ihr Vogelschießen: Eigentlich sollte es heute Abend wie immer im Wenninghof stattfinden. Doch die Verantwortlichen haben angesichts der Ereignisse umdisponiert: Das Schießen soll nun am Zelt im Losbergpark über die Bühne gehen.

15.31 Uhr: Mittlerweile sind zahlreiche Helfer am Busbahnhof eingetroffen. Die Feuerwehr aus Südlohn ist da, ebenso der Löschzug Ammeloe, dessen neues Löschfahrzeug 20 seine Einsatz-Premiere erlebt. Viele Bürger helfen beim befüllen der Sandsäcke, auch Flüchtlinge und Jugendliche packen mit an.

15.25 Uhr: Spektakuläres Video auf Facebook: 

Spektakulär!!! Wagemutige korpulente Dame wird Opfer des reissenden Berkelstroms in Stadtlohn :-)

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on Freitag, 24. Juni 2016

14.47 Uhr: Im sozialen Netzwerk Facebook sind inzwischen viele Bilder und Videos gepostet worden, die das Ansteigen des Wassers dokumentieren. Zu sehen sind sie in den Gruppen "Du bist Stadtlohner, wenn..." und "Stadtlohn, was ist los".

14.34 Uhr: Die Feuerwehr ruft gemeinsam mit dem Bürgermeister alle Bürger zur Mithilfe auf: Wer kann, sollte jetzt zum Busbahnhof kommen und Sandsäcke füllen. Wichtig: Eine Schaufel sollte mitgebracht werden. "Im Moment erreichen uns Meldungen, dass die Berkel weiter steigt", sagt Markus Vennemann von der Feuerwehr. Das Wasser stehe auch in der Uferstraße.

14.25 Uhr: Zwischenzeitlich zeigen sich Auswirkungen der massiven Regenfälle. Wasser steht mittlerweile in der Mühlenstraße zwischen Berkel und Steinkamp. Der Abschnitt ist gesperrt.

9.15 Uhr: Blitz und Donner, heftige Böen und Starkregen - in der Nacht ist ein heftiges Gewitter über Stadtlohn gezogen. Die Blitze haben die Himmel teilweise taghell erleuchtet und der Donner ließ die Menschen nicht schlafen. Einer davon war Henning Wolters. Der Stadtlohner hat das beeindruckende Naturschauspiel genutzt, um zur Kamera zu greifen. Dabei entstand unser beeindruckendes Foto von den Blitzen über der St.-Otger-Pfarrkirche.

- Haben Sie auch Fotos von der Gewitternacht? Schicken Sie uns Ihre Fotos an redaktion@muensterlandzeitung.de

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