Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Johann Brinkamp schuf das Kreuz auf dem Friedhof

09.03.2008

Johann Brinkamp schuf das Kreuz  auf dem Friedhof

<p>Johann Brinkamp schuf dieses Kreuz.</p>

Stadtlohn Das Kreuz auf dem Friedhof in Stadtlohn hat Archivar Ulrich Söbbing als "Dokument des Monats" ausgewählt und dazu einen Beitrag verfasst, den wir auszugsweise veröffentlichen.

Vor 100 Jahren wurde in Stadtlohn der Steinmetzbetrieb Johann Brinkamp gegründet. Zahlreiche Werke des Bildhauers und Firmeninhabers haben sich bis heute erhalten. Ein besonders großes und wuchtiges Sandsteinkreuz schuf Johann Brinkamp 1930 für den neu angelegten Friedhof an der Lessingstraße. Es steht auf einem mächtigen Sockel mit den Ausmaßen drei Meter mal zwei Meter und einer Höhe von 1,80 Meter. Die Vorderseite schmückt das Bibelzitat: "Ich bin die Auferstehung und das Leben, wer an mich glaubt, wird leben, selbst wenn er gestorben ist." (Joh 11,25) Auf der Rückseite ist zu lesen: "Dieser Friedhof wurde in den Jahren 1929 und 1930 errichtet und am 21. September 1930 von Dechant B. Reismann feierlich eingeweiht."

Johann Brinkamp kam 1902 mit 24 Jahren von Warendorf nach Stadtlohn und machte sich 1908 selbstständig. Seinen Handwerksbetrieb gründete er an der Eschstraße 37 /Ecke Blumenstraße. Sehr schnell integrierte er sich in die Stadtlohner Gesellschaft. So leitete er von 1913 bis 1920 als Brandmeister die Stadtlohner Pflichtfeuer-wehr, war Vorstandsmitglied des Stadtlohner Handwerkervereins und besuchte 1913 als Obermeister den Obermeistertag in Warendorf.

Nach dem Ersten Weltkrieg war er von 1919 bis 1933 als Kandidat der Bürgerliste Mitglied der Stadtverordnetenversammlung. 1929 wurde er sogar zum stellvertretenden Stadtverordnetenvorsteher gewählt, lehnte die Wahl aber ab.

Johann Brinkamp starb nach längerer Krankheit am 9. September 1939.

Zwei seiner Söhne wählten auf den Spuren ihres Vaters den Beruf des Bildhauers. Josef Brinkamp, der in Düsseldorf und Berlin studierte und weite Beachtung für sein Werk gefunden hatte, fiel in den letzten Kriegstagen in Breslau. Alfons Brinkamp führte den väterlichen Betrieb bis zu seinem Tod 1975 weiter, legte den Schwer-punkt aber mehr auf handwerkliche Arbeiten.

Lesen Sie jetzt