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Meineid für die Tochter

07.12.2007

Stadtlohn Um ihre Tochter vor einer Bestrafung zu schützen, leistete eine 47-jährige Frau beim Amtsgericht in Ahaus am 26. Januar dieses Jahres als Zeugin einen Meineid. Jetzt stand sie selbst vor dem Richter und musste sich wegen ihrer Falschaussage unter Eid vor dem Schöffengericht verantworten.

Das Gericht ging von einem minderschweren Fall aus und verurteilte die 47-Jährige zu einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten, die zur Bewährung ausgesetzt wurden, und einer Auflage von 70 Stunden gemeinnütziger Arbeit. Außerdem wurde sie einem Bewährungshelfer unterstellt. Strafmildernd bewertete das Gericht, dass die bisher noch unbescholtene Frau ihrer Tochter habe helfen wollen und bei dem nahen Verwandtschaftsgrad möglicherweise den Eid hätte verweigern können.

Die Angeklagte, die zunächst keine Angaben zu dem ihr zur Last gelegten Vorwurf machen wollte, entschloss sich nach Rücksprache mit ihrem Verteidiger zu dem Geständnis, zu Gunsten ihrer Tochter die Falschaussage gemacht zu haben. Die Tochter war in einer Verhandlung im Januar vom Amtsgericht wegen Unterschlagung zu einer Freiheitsstrafe verurteilt worden. ek

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