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Mystisches aus dem Wald

Sommeratelier 2014

Sara Möbius heißt die Preisträgerin des Sommerateliers 2014. Der Sport-und Kulturausschuss entschied sich unter den letzten beiden zur Wahl stehenden Kandidaten mit elf zu eins Stimmen für die im Jahr 1985 in Halle an der Saale geborene Künstlerin.

STADTLOHN

, 11.02.2014
Mystisches aus dem Wald

Sara Möbius bei der Arbeit: Die Künstlerin aus Halle lebt und arbeitet im Sommer drei Monate in Stadtlohn.

Mit den Schwerpunkten Malerei und Zeichnung wurden für das Sommeratelier 2014 zwei der aktuellsten Kunstgattungen ausgeschrieben. Der Förderpreis beinhaltet ein dreimonatiges Stipendium (Wohnung und Arbeitsräume in Stadtlohn, Beitrag zum Lebensunterhalt) sowie die Realisation und Dokumentation einer Ausstellung oder eines Projektes.

Die Stadt Stadtlohn gibt mit diesem kulturellen Engagement jungen Künstlern die Möglichkeit, ihr Werk in einer konzentrierten Schaffensphase weiterzuentwickeln. 16 Absolventen verschiedener deutscher Kunsthochschulen und Akademien waren in der Vorauswahl. Eine Fachjury, bestehend aus der Sommeratelier-Preisträgerin 2008, Daniela Löbbert, Künstler Paul Silder, dem wissenschaftlichen Mitarbeiter des Museums Folkwang in Essen, Dr. Hans-Jürgen Lechtreck und dem Kulturreferent der Stadt Stadtlohn, Rolf Wähning lud acht der Kandidaten ein und begrenzten dann die Auswahl weiter auf zwei. Übrig blieben Sara Möbius und Martin Groß. Während Möbius sich mit Kohlezeichnungen Naturerfahrungen und Landschaftszeichnungen widmet, gehen Groß Arbeiten in Richtung Konstruktion und Planzeichnungen – gezeichnet meist mit Bleistift. Werke der beiden jungen Künstler wurden den Sport-und Kulturausschussmitgliedern in der letzten Sitzung vorgestellt, die anschließende Abstimmung erfolgte mit elf zu eins Stimmen pro Möbius.

Die Künstlerin, geboren 1985, lebt und arbeitet in Halle. Anfang 2012 hat sie mit „Über Eck und über Schein“ ihre Diplomarbeit präsentiert und damit ihr Studium der freien Grafik an der Kunsthochschule Halle abgeschlossen. Ihre oft großformatigen Kohlezeichnungen sind geprägt von einer ungewöhnlichen Bildkraft. Naturphänomene begeistern die junge Künstlerin. „Die Waldmotive tragen eine unglaubliche Mystik in sich. Ich möchte die Schönheit der Natur festhalten“, erklärt Sara Möbius ihren künstlerischen Ansatz. An diesen Motiven möchte sie auch während ihres Aufenthaltes in Stadtlohn weiterarbeiten. Motive für ihre Zeichnungen fallen ihr bei Waldspaziergängen und Studienfahrten ein. „Oft zeichne ich dann etwas in mein Skizzenbuch oder fotographiere etwas. Aber ich zeichne die Aufnahmen dann nicht dokumentarisch ab, sondern reduziere Dinge oder füge etwas hinzu, je nachdem welche Atmosphäre ich dem Betrachter in meinen Werken vermitteln möchte“, sagt die Künstlerin zu ihren imaginären Motiven. Bevor sie im Sommer ihr dreimonatiges Engagement in Stadtlohn beginnt, kommt Sara Möbius schon vorher für eine kurze Stippvisite in die Töpferstadt.

„Sara Möbius wird im Frühjahr einen Tag nach Stadtlohn kommen. Dann werden wir besprechen, wann sie im Rahmen des Sommerateliers drei Monate zu uns kommt und wo wir ihre Werke ausstellen können“, erklärt Kulturreferent Rolf Wähning. Über die Suchmaschine Google hat sich Sara Möbius über Stadtlohn und das Westmünsterland informiert und festgestellt: „Es ist eine sehr naturnahe Region mit vielen schönen Ecken und Orten zum Verweilen.“ – genug Motive für neue Kohlezeichnungen also.

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