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Tieferer Griff in Rücklage

Stadtlohn Zweischneidig stellt sich die aktuelle finanzielle Situation der Stadt Stadtlohn dar: Erheblichen Steigerungen beim Gewerbesteueraufkommen stehen noch größere Einnahmeausfälle im Vermögenshaushalt gegenüber.

17.08.2007

Bleibt es bei diesen Zahlen, so ist die Stadt gezwungen, eine aus dem Vorjahr bestehende Kreditermächtigung von rund 2,65 Millionen Euro in Anspruch zu nehmen. Selbst dann erhöht sich die Entnahme aus der Allgemeinen Rücklage um eine Million auf 1,5 Millionen Euro.

Darüber informierte jetzt Kämmerer Günter Wewers den Haupt- und Finanzausschuss. Er berichtete, dass das Aufkommen an Gewerbesteuer einen Stand von rund 9,53 Millionen Euro erreicht habe. Geplant hatte die Stadt mit 8,25 Millionen Euro. Dabei glich der Verlauf bei dieser Einnahmequelle einer Achterbahnfahrt: Bis Ende Mai war das Aufkommen auf 8,9 Millionen Euro gestiegen. Danach sei es aber zu Abgängen von rund 900 000 Euro gekommen, die in erster Linie auf niedrigere Gewinne bei einem größeren Gewerbesteuerzahler zurückzuführen gewesen seien. Zwischenzeitlich habe sich die Situation wieder um rund 1,5 Millionen Euro verbessert - was wieder an Zugängen bei einigen wenigen größeren Gewerbesteuerzahlern gelegen habe. Daran zeige sich, wie sehr das finanzielle Wohl und Wehe der Stadt von einigen wenigen großen Gewerbesteuerzahlern abhänge.

Somit verbleibt unter dem Strich beim Verwaltungshaushalt inzwischen ein Plus von rund 1,75 Millionen Euro - längst nicht genug, um das drohende Loch im Vermögenshaushalt zu stopfen. Und das liegt nicht allein an den zusätzlichen 230 000 Euro erhöhter Gewerbesteuerumlage, die durch das gestiegene Aufkommen fällig werden. Vielmehr muss die Stadt mit erheblichen Ausfällen beim Verkauf von Grundstücken rechnen. Statt geplanter 3,8 Millionen Euro fließen aus dieser Quelle in diesem Jahr wohl nur 1,6 Millionen. Das resultiert auch aus dem Nichtverkauf des Berkelstadions (zwei Millionen Euro). Und unklar ist, ob noch 2007 das Baugebiet Bohnenkampstraße II vermarktet werden kann. Immerhin könnten die Grundstücksverkäufe dann im nächsten Jahr neu in den Haushalt einfließen. to

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