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Trasse soll umweltschonend gebaut werden

Umgehungsstraße

STADTLOHN Ein Informationsabend zum Thema "Ortsumgehung Stadtlohn" hat jetzt auf Einladung der Stadtlohner CDU stattgefunden. Der CDU-Stadtverbandsvorsitzende Andreas Pieper begrüßte mehr als 150 Interessierte in der Gaststätte „Zum Breul“.

27.04.2010
Trasse soll umweltschonend gebaut werden

150 Interessierte informierten sich in der Gaststätte "Zum Breul" über die Pläne zur Umgehungsstraße.

Die geplante Ortsumgehung im Osten der Stadt soll die L 608 ab dem Kreisverkehr Breul mit dem Düwing Dyk und der L 572 (ehemalige B 70) verbinden.  Paul Schmeing, der für den Kreis Borken die Planung betreut, berichtete, dass in umfangreichen Untersuchungen die möglichen Auswirkungen einer Ortsumgehung auf die Umwelt in dem betroffenen Gebiet systematisch ermittelt, beschrieben und bewertet wurden. Ziel sei es, eine möglichst umweltschonende Trasse für den Neubau der Straße zu finden. Dazu müssten die Schutzgüter Mensch, Tier, Pflanzen, Boden, Wasser und Landschaft in Einklang gebracht werden.

Eine Trassenvariante, die zu eng am Siedlungsbereich vorbeiführt, scheide daher genauso aus wie die im Untersuchungsgebiet außen gelegenen Trassen, die zu viel Landschaft zerschneiden und gleichzeitig Natur-Areale berühren würde, die besonders schützenswürdig seien. Zunächst werde nun der Korridor zwischen diesen beiden Varianten nochmals genau untersucht und anschließend drei bis vier Streckenführungen einer Straßentrasse durchgeplant. Die endgültige Trassenführung werde von der Stadt in einem Flächennutzungsplan festgelegt. Das Verfahren nehme etwa zwei Jahre in Anspruch.

Danach werde die weitere Planung der Straße vom Land übernommen. Hintergrund sei, dass die Ortsumgehung nicht mehr vom Kreis als Kreisstraße gebaut und betrieben werde, sondern vom Land als Landstraße. Dies habe für Stadtlohn den Vorteil, dass die Stadt ihren Kostenanteil am Bau der Ortsumgehung spare, ergänzte Bürgermeister Helmut Könning. Das Land werde auf Grundlage der festgelegten Trasse das Planfeststellungsverfahren durchführen. „Dafür müssen ungefähr sieben Jahre angesetzt werden“, schätzt Schmeing. Anschließend könne das Land mit dem Bau beginnen. Auf Nachfrage einiger Zuhörer wurde deutlich, dass eine Westumgehung als Alternative kein Gegenstand von Planungen mehr ist.