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Trio Pathétique brilliert in Stadtlohn

"Stadtlohn: Klassik"

STADTLOHN Dass es der Konzertreihe Stadtlohn: Klassik immer wieder gelingt, hochkarätige Musiker für Konzerte zu verpflichten, ist am Sonntagabend in der Aula des Geschwister Scholl Gymnasiums wieder eindrucksvoll unter Beweis gestellt worden.

von Von Stefan Vörding

, 28.04.2010
Trio Pathétique brilliert in Stadtlohn

Manfred Lindner (Klarinette), Rolf Wähning (Klavier) und Albrecht Holder (Fagott) begeisterten das Publikum in der Stadtlohner Konzertaula.

Unter dem Arbeitstitel „Trio Pathétique“ spielten neben dem Pianisten, Musikschulleiter und Kulturreferenten Rolf Wähning die bekannten Hochschulprofessoren Albrecht Holder (Fagott) und Manfred Lindner (Klarinette) Kammermusikwerke von Glinka, Mendelssohn-Bartholdy und Beethoven. Con spirito con fouco, mit Geist und mit Feuer, so lauteten die Tempobeschreibungen der Trios von Glinka und Mendelssohn, die im ersten Konzertteil zu hören waren. Dabei nahmen die Musiker die Anweisungen der Komponisten beim Wort und ließen die Finger mit atemberaubender Leichtigkeit über Klappen und Tasten flitzen.

„Als wäre Mendelssohn mal eben mit links zu spielen“, wunderte sich ein Besucher über die lockere Spielart, mit der Klarinette und Fagott selbst technisch anspruchsvollste unisono Passagen wie ein Kinderspiel erscheinen ließen. „Und wenn der Mendelssohn schon zwei Konzertstücke geschrieben hat, ja dann spielen wir jetzt auch das zweite“, leitete Albrecht Holder zum zweiten Konzertstück des Romantikers über. Die spielerischen Melodien des Konzertstücks, besonders im Andante und Allegro grazioso, und das Augenzwinkern im Zusammenspiel des Trios ließ so manchen Konzertbesucher innerlich umher tanzen. Wie Kinder neckten sich die Instrumentalisten mit knackiger Artikulation und stachelten sich mit Spielwitz gegenseitig auf.

Und der Funke zum Publikum sprang über: Unter frenetischem Applaus und „Bravo“ Rufen wurde das Ensemble in den warmen Frühlingsabend entlassen. Nicht nur aus musikalischer Sicht kann man von einem außerordentlich gelungenen Konzert sprechen, denn trotz der großen Namen der Komponisten verpassten die Musiker den Stücken einen ansprechend modernen, spritzigen Charakter, der neben dem Fachpublikum auch Musik-Laien begeisterte.