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Unterricht im Container

Stadtlohn Keine Urlaubsreise, sondern eine Begegnung mit dem früheren Stadtlohner Kaplan Franz Anstett und dessen heutigem Wirkenskreis in Peru stand im Mittelpunkt einer Reise, von der Pfarrer Clemens Röer und Friedhelm Schweins, Leiter der St. Anna-Realschule, jetzt zurückgekehrt sind.

05.08.2007

Schweins hat dazu für die Münsterland Zeitung einen Bericht verfasst, den wir in einer kleinen Serie veröffentlichen:

"Den größten Teil der Strecke nach Caraveli, dem Ort, in dem Franz Anstett als Generalvikar arbeitet, legen wir auf der Panamericana zurück. Diese Straße verbindet mit einer Länge von rund 24 000 Kilometern Alaska mit Feuerland. Mehr als 2600 Kilometer verläuft diese Straße durch Peru.

Großes Land

Diese Kilometerzahl weist auf die Größe des Landes hin: Peru ist das drittgrößte Land Südamerikas und flächenmäßig so groß wie Frankreich, Belgien, Niederlande, Deutschland und Polen zusammen. Die 800 Kilometer lange Fahrt von Lima in den Süden nach Caraveli ist schon ein Erlebnis für sich. Immer wieder liegen große Gesteinsbrocken auf der Fahrbahn. Weiter im Süden ist unser Fahrstreifen aufgrund von Sanddünen nicht befahrbar. Gespenstisch wirken die großen Trucks, die sich durch den Sandsturm auf uns zu bewegen. Nur weil die Verkehrsdichte so gering ist, kann sich unser peruanischer Fahrer mit seinem Pickup von Sandbucht zu Sandbucht vorarbeiten.

Unsere erste Station in Anstetts Prälatur, der Vorstufe eine Bistums, ist Ocana. In Ocana, einer kleinen, in den Bergen gelegenen Gemeinde, unterstützt die St.-Anna-Realschule ein Projekt. Dieser Ort liegt abseits der Panamericana und ist nur über eine schwer zu befahrene, 60 Kilometer lange Schotterpiste zu erreichen. Noch im Tal passieren wir ein Bergwerk, in dem nach Gold geschürft wird.

In archaischer Weise werden die erzhaltigen Mineralien ohne moderne Hilfsmittel zerkleinert. Wir sind betroffen darüber, dass die Steinmühlen durch Muskelkraft von Kindern und Jugendlichen angetrieben werden und beim Auswaschen der Goldteilchen mit giftigem Quecksilber gearbeitet wird.

Primarschule

Kurz vor Ocana ein weiterer Stop. In einer Streusiedlung, bestehend aus einigen Lehmhütten, stattet Anstett einer Primarschule mit neun Schülerinnen und Schülern der Klassen 1 bis 6 einen Besuch ab. Die Schule ist in einem fensterlosen Blech-Container untergebracht. Herzlich begrüßen die Kinder "ihren" Padre Franz und strahlen trotz der erbärmlichen Verhältnisse eine große Lebensfreude aus." wird fortgesetzt

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