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Unverzichtbare Hilfe

Stadtlohn Manchmal empfindet Henrika Greving es fast als etwas schwierig, ihren großen Dank angemessen auszudrücken. Denn es ist mehr als nur schön, dass in diesen Tagen besonders viele Menschen an das Elisabethhospiz in Stadtlohn denken und etwas spenden. Dieser Zufluss an Geldmitteln hat für die Einrichtung eine existenzielle Bedeutung.

21.12.2007

Unverzichtbare Hilfe

<p>Auch der Stadtlohner Künstler Norbert Then hat sich zu Gunsten des Hospizes engagiert.</p>

Und entsprechend hoch schätzt die Leiterin des Hospizes das Engagement ein, das von vielen Seiten dafür aufgebracht wird - und will dem gerecht werden: "Jede einzelne Spende ist uns eine Verpflichtung in unserer täglichen Arbeit." Denn ohne den Zufluss an Mitteln von außen wäre der Betrieb nicht aufrecht zu erhalten.

Anteil errechnet

"Ich treffe immer wieder auf Menschen, denen das nicht bewusst ist, warum wir die Spenden wirklich brauchen und nicht etwa als Geld für zusätzliche Anschaffungen ausgeben." Deshalb hat sie sich einmal hingesetzt und ausgerechnet, was es eigentlich bedeutet, dass das Hospiz in Stadtlohn selbst zehn Prozent seiner Kosten tragen muss - und das Jahr für Jahr: Dabei ist sie auf einen Anteil von 22,39 Euro pro Gast täglich gekommen: "Unter dem Strich ergibt sich so bei neun Gästen und 365 Tagen im Jahr ein Fixanteil von 73 551,15 Euro in jedem Jahr, den wir aus Spenden bestreiten müssen."

Umso mehr freut es sie, mit wieviel Kreativität und Energie Menschen gerade im Raum Stadtlohn das Elisabethhospiz aktiv unterstützen. Zum Beispiel der Sechskornclub aus Wenningfeld: Er hatte zu einem kleinen, aber feinen Weihnachtsmarkt eingeladen.

Schon im Frühjahr hatten die Frauen des Clubs die Idee dazu entwickelt - zum 25-jährigen Bestehen sollte etwas Besonderes passieren. Und das geschah auch: Die Besucher drängten sich an den Ständen - und kauften die viele selbst gebackenen und gekochten, gebastelten und getischlerten Angebote, tranken Punsch und Glühwein und erlebten mit, wie der Nikolaus 200 Kinder beschenkte. Jetzt brachte der Sechskornclub den Erlös vorbei - und Henrika Greving verschlug es fast die Sprache: Eine Spende in Höhe von 7000 Euro ist alles andere als alltäglich.

Spontan entschlossen

Doppelt Freude bereitet hat aber auch der Stadtlohner Künstler Norbert Then mit einer Aktion, zu der er sich ganz spontan beim Weihnachtsmarkt entschlossen hatte: Bei einer Kunstaktion schnitt er aus großen Metallplatten jedem Interessierten gegen eine Gebühr von zwei Euro ein Herz aus und schaffte so gleich zweierlei: Er konnte nicht nur eine Spende in Höhe von 331 Euro mit ins Elisabeth-Hospiz bringen, sondern auch noch ein sehenswertes Kunstwerk.

Zwei Beispiele für das vielfältige Engagement, mit dem die Einrichtung Unterstützung erfährt. Und deshalb ist es Henrika Greving eben wichtig, den Dank und die Anerkennung dafür auszudrücken. Was die Spender bewegt, hat vielleicht Norbert Then am treffendsten ausgedrückt, als er sich das Motto für seine Aktion ausgedacht hatte: "Ihr Herz für das Hospiz". to

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<p>Die Initiatoren des Wenningfelder Weihnachtsmarktes vom Sechskornclub konnten Henrika Greving (rechts) jetzt einen Scheck in Höhe von 7000 Euro überreichen. MLZ-Fotos (2) Bütterhoff</p>

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