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Süße Früchte zum Selberpflücken

Erdbeer-Saison in Hundewick eröffnet

Ab sofort können Besucher des Erdbeerhofs Möllers wieder Erdbeeren pflücken. Für die Erdbeer-Freunde gibt es mehr als einen Grund, selbst zu ernten.

Stadtlohn

, 30.05.2018
Süße Früchte zum Selberpflücken

Sohn Carlo hilft Daniel Möllers-Mensing gerne bei der Erdbeer-Ernte. © Falko Bastos

Seit dieser Woche gibt es in Hundewick wieder Erdbeeren zum Selberpflücken. Und die Saisoneröffnung auf dem Erdbeerhof Möllers, Hundewick 36, spricht sich langsam rum. Schon früh kommen die ersten Radler vorbei und füllen ihre Eimer.

„Wir sind in diesem Jahr etwas früher dran, weil es so sonnig war“, erklärt Angelika Möllers-Mensing. Und die Sonne hat noch einen anderen Effekt. „Die Erdbeeren sind unheimlich süß. Die Sonne macht das Aroma“, erklärt sie. „Da kommen Erdbeeren aus dem Tunnel oder Gewächshaus geschmacklich nicht ran.“

Besucher haben die Wahl. Bei Annette Möllers im Hofladen gibt es die Erdbeeren schon fertig zum Mitnehmen. Aber viele Besucher ernten lieber selbst. Was macht eigentlich den Reiz des Selberpflückens aus? „Viele wollen sich die schönsten Erdbeeren selbst auswählen“, sagt Angelika Möllers-Mensing. Auch preislich lohnt das Selberpflücken, denn die Erdbeeren kosten die Hälfte, wenn man sie selbst erntet.

Zwölf verschiedene Sorten

Edith Ikemann wohnt in der Nähe und kommt gerne mit dem Rad zum Pflücken vorbei. „Das ist kaum Aufwand. Der Eimer ist in zehn Minuten voll“, sagt sie. Und fast genauso schnell leer. „Ich habe drei Kinder, die atmen die so weg.“
Bei Kindern ist der Erdbeerhof besonders beliebt. „Die Leute kommen zum Familienausflug hierher“, sagt Angelika Möllers-Mensing. So manche Erdbeere wandert direkt in den Mund. „Naschen gehört doch dazu. Wir wiegen die Besucher nicht“, bemerkt sie lachend. Das weiß auch ihr 19 Monate alter Sohn Carlo zu schätzen.

Vater Daniel Möllers-Mensing ist für die Pflanzen zuständig. Und diese Aufgabe ist ganz schön komplex. Zwölf verschiedene Sorten gibt es auf den Feldern des Erdbeerhofs. Alle mit unterschiedlichen Eigenschaften und Ansprüchen – jeweils vier frühe, mittlere und späte Sorten. Damit es den ganzen Sommer über Erdbeeren gibt. „So können wir die Saison auf bis zu acht Wochen verlängern“, verrät Daniel Möllers-Mensing, der den Familienbetrieb mit seiner Frau Angelika von deren Eltern übernommen hat.

Viele Besucher haben ihre Vorlieben. „Die kleinen, dunkleren Sorten sind für Marmelade beliebt. Und Kinder lieben vor allem die großen, saftigen Sorten.“ Auch Tiere schmecken den Unterschied. „Rehe suchen sich gezielt die besonders süßen Sorten. Deshalb müssen wir manches einzäunen.“ Und Rehe sind nicht die einzigen nächtlichen Besucher. „Jugendliche klauen auch schon mal nachts, aber selten mehr als eine Handvoll“, so Daniel Möllers-Mensing.

Wetter macht Sorgen

Mehr Sorgen macht ihm das Wetter. „Vieles ist Glückssache. Bei der Trockenheit hätten wir besser mehr Blätter stehen gelassen. Bei Regen wäre es umgekehrt.“ Das Risiko, Erdbeeren im Freiland anzubauen sei auf jeden Fall stark gestiegen. Besonders Wetterextreme mit lang anhaltender Trockenheit oder viel Regen gefährden die Ernte.

Als vor zwei Jahren Stadtlohn unter Wasser stand, gab es große Ausfälle. Im vergangenen Jahr zerstörte der späte Frost die erste Ernte. In diesem Jahr sieht es wohl besser aus. Aber auch der sonnige Mai hat seine Schattenseiten: „Wir müssen viel wässern.“

Noch den ganzen Juni können Besucher des Erdbeerhofs ihre Erdbeeren selbst pflücken. Angelika Möllers-Mensing hat Tipps für die Ernte parat. „Man sollte nicht an der Frucht ziehen, denn das gibt Druckstellen“, rät sie. „Und immer mit Blattgrün am Stiel abknipsen, das schützt die Frucht.“ Und wegen der sind schließlich alle da.