Stahlkocher bei Thyssenkrupp planen Großdemonstration

Fusion mit Tata

Thyssenkrupp plant mit dem indischen Konkurrenten Tata eine Fusion. Der Konzern will deutschlandweit 2000 Stellen streichen. Die Stahlkocher wollen am 23. November auf die Straße gehen. Sie kritisieren nicht nur die geplanten Kündigungen.

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Bochum/Duisburg

, 07.11.2017, 18:43 Uhr / Lesedauer: 1 min
Bereits im September hatten Mitarbeiter von Thyssenkrupp in Bochum demonstriert, nun planen die Stahlkocher erneut Proteste.

Bereits im September hatten Mitarbeiter von Thyssenkrupp in Bochum demonstriert, nun planen die Stahlkocher erneut Proteste. © dpa

Die Stahlkocher von Thyssenkrupp bereiten wegen der geplanten Fusion mit Tata neue Proteste vor. Am 23. November werde es eine große Demonstration bei der Thyssenkrupp-Steel (TKS)-Tochter in Andernach in Rheinland-Pfalz geben - parallel zur Essener Bilanz-Pressekonferenz, wie Betriebsrat Thomas Rösler am Dienstag am Rande einer außerordentlichen Betriebsversammlung in Bochum sagte.

Die Mitarbeitervertreter fordern mehr Informationen über die Fusionspläne und vor allem über die Schuldenlast, die das neue Unternehmen übernehmen soll. Auch die Abführung möglicher Gewinne ist ein Reizthema.

Sitz in den Niederlanden?

Außerdem lehnen die Betriebsräte die geplante Verlegung des Sitzes der neuen Gesellschaft in die Niederlande strikt ab. Dadurch würde die Mitbestimmung beeinträchtigt, sagte Rösler.

Thyssenkrupp hatte angekündigt, im Zuge der Fusion mit der Tata-Stahlsparte deutschlandweit rund 2000 Stellen zu streichen.

Besiegelt werden soll das Geschäft laut dem Zeitplan des Unternehmens Anfang 2018. Der Betriebsrat hatte an zehn TKS-Standorten gleichzeitig zu Betriebsversammlungen eingeladen.

Der Betriebsrat in Dortmund hatte schon im April die Befürchtung geäußert, dass auch Stellen in der Westfalenhütte gestrichen werden könnten.

dpa