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Eurokrise

Stahlkocher korrigieren Prognosen nach unten

DÜSSELDORF Unter dem Eindruck der sich zuspitzenden Euro-Krise hat die deutsche Stahlindustrie ihre Prognose für das laufende Jahr nach unten korrigiert. Für 2011 werde die bislang erwartete Rohstahlproduktion von 45,5 Millionen Tonnen nicht erreicht, sagte der Präsident der Wirtschaftsvereinigung Stahl, Hans Jürgen Kerkhoff.

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Stahlkocher korrigieren Prognosen nach unten

Rohstahlrollen bei Thyssenkrupp: Die deutschen Stahlkocher rechnen wegen der Eurokrise mit weniger Aufträgen.

Die Vorjahresmenge von 43,8 Millionen Tonnen werde aber übertroffen, meinte Kerkhoff. Seine Prognose für das kommende Jahr 2012 will der Verband erst zum Jahreswechsel vorlegen. Die Stahlindustrie spüre die Folgen der Unsicherheit an den Märkten mit als Erste, sagte Kerkhoff. Stahleinkäufer warteten zunächst einmal ab, um zu sehen, wie sich die Konjunktur entwickele. Bereits im September seien die Auftragseingänge der Stahlhersteller im Vergleich zum Vorjahr um sechs Prozent zurückgegangen. Kerkhoff zeigte sich jedoch davon überzeugt, dass der Stahlbedarf bei den wichtigsten Abnehmerbranchen unvermindert vorhanden sei.

Könne eine weitere Zuspitzung der Staatsschuldenkrise vermieden werden, sehe der Verband unverändert solide Aussichten für den deutschen Stahlmarkt. Die Branche gehe davon aus, dass es in den nächsten Wochen gelingen werde, die Schuldenkrise schrittweise zu entschärfen und das Vertrauen auf den Märkten wieder herzustellen. „Die Stahlkonjunktur dürfte davon als Erste profitieren“, sagte er. Eine Entspannung auf den Rohstoffmärkten sei für die Stahlhersteller derzeit nicht in Sicht. Während sich die Preise für andere Industrierohstoffe abschwächten, blieben die Stahlrohstoffe auf hohem Niveau. Seit Anfang vergangenen Jahres seien die Preise für Erz um 200 Prozent und für Kokskohle um 145 Prozent gestiegen, sagte Kerkhoff. Bei den Preisen für beide Rohstoffe habe es im dritten Quartal dies Jahres jedoch erstmals eine Stabilisierung gegeben.

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