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Stahltarifrunde vertagt

GELSENKIRCHEN In den Tarifverhandlungen für die Eisen- und Stahlindustrie in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bremen haben Arbeitgeber und IG Metall ihr erstes Treffen am Montag in Gelsenkirchen ohne Ergebnis beendet. Sie wollen am 29. Januar (15.00 Uhr) ebenfalls in Gelsenkirchen zu neuen Gesprächen zusammen kommen.

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Stahltarifrunde vertagt

Zum Auftakt habe die Einschätzung der Stahlkonjunktur im Zentrum gestanden, sagte der NRW-Bezirkschef der Gewerkschaft, Oliver Burkhard. In Verhandlungsdetails sei man noch nicht eingestiegen.

Die IG Metall fordert für die rund 85 000 Beschäftigten acht Prozent mehr Lohn und Gehalt. Burkhard zeigte sich „erfreut“, dass die Arbeitgeber in den rund zweistündigen Auftaktgesprächen „unsere Einschätzung einer guten Branchenlage geteilt“ hätten. Das laufende Jahr werde für die Branche so gut wie 2007. Da es der Stahlindustrie damit glänzend gehe, sei die Forderung der IG Metall „allemal finanzierbar“.

Arbeitgeber: Forderungen "unakzeptabel"

Burkhard erwartet von den Arbeitgebern, dass spätestens nach vier Verhandlungsrunden bis Mitte Februar ein „entscheidungsfähiges Ergebnis“ vorliegt. Der Verhandlungsführer der Arbeitgeber, Helmut Koch, nannte die Einkommensforderung der IG Metall „unakzeptabel“. In den kommenden Runden müssten nun alle wichtigen Punkte sorgfältig diskutiert werden.

Wettbewerbsfähigkeit erhalten

Koch forderte einen Tarifabschluss mit „Augenmaß“. Für die Branche komme es darauf an, die wieder erreichte Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten. Damit würden auch Arbeitsplätze gesichert. Darüber hinaus müsse auch mehr Geld in Forschung und Entwicklung fließen.

Weitere Forderungen der IG Metall sind eine Anhebung der Ausbildungsvergütungen um 100 Euro sowie eine Arbeitszeitverkürzung für ältere Arbeitnehmer. Dies will die Gewerkschaft über jeweils einen Urlaubstag mehr pro Jahr ab dem 50. Lebensjahr durchsetzen. Der neue Tarifvertrag soll nach Willen der IG Metall eine Laufzeit von zwölf Monaten haben und am 1. Februar in Kraft treten.

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