Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Stein erinnert und mahnt

CAPELLE "Möge dieser Gedenkstein uns erinnern an das Leid der Kriege, die Verfolgung und Vertreibung, aber auch an die Möglichkeiten eines Neuanfangs", so Bürgermeister Friedhard Drebing in seinem Grußwort.

von Von Antje Pflips

, 04.11.2007
Stein erinnert und mahnt

Bürgermeister Friedhard Drebing und Erhard Huppert enthüllen den Gedenkstein.

Zum Gedenken an die vielen Millionen Heimatvertriebenen und Flüchtlingen wurde am Sonntag auf dem Friedhofsvorplatz in Capelle feierlich der von Bildhauer Andreas Fabritius erstellte Stein enthüllt. Erhard Huppert sowie Bürgermeister Drebing und die stellv. Landesvorsitzendes des "Bund der Vertriebenen", Roswitha Möller, erinnerten an das Leid und Elend der Flüchtlinge, die "seelisch und körperlich erschöpft und völlig mittellos" im Westen ein neues Zuhause suchten.

Funktionierendes Miteinander

"Es schien kaum möglich, dass sich aus diesem Massenelend ein halbwegs funktionstüchtiges Miteinander zwischen Einheimischen und Heimatvertriebenen entwickeln konnte," sagte Möller.       Doch sei heute das geistige und kulturelle Erbe zum unverzichtbaren Gut der neuen Heimat geworden, betonte Drebing. Zwar wäre die heimische Bevölkerung auf eine harte Probe gestellt worden, als 1500 Menschen in die Gemeinde Nordkirchen kamen. Doch sei die Aufnahme in christlicher Nächstenliebe gelungen.

Frage nach den Wurzeln

Leider würde die Frage nach den Wurzeln nicht mehr oft gestellt. "Die Vertreibung unserer Landsleute darf nicht in der Geschichte verdämmern," forderte Drebing. Dieser Stein soll daher Mahnung sein, dass sich die Schrecken der Vergangenheit nicht wiederholen dürfen. Zugleich erinnere Erhard Huppert an die vielen Flüchtlinge, die auf dem Weg in eine "Neue Heimat" den Tod erleiden mussten. Sein besonderer Dank ging an Ludger Handke, der dieses Projekt durch persönliches Engagement ins Leben rief. Mitglieder des Heimatvereins und die Stadtverwaltung trugen zur Umsetzung bei.

Große Anteilnahmen

Viele Nordkirchener Bürger, darunter auch Willi Nägeler in seinem Amt als Kreistagsabgeordneter, nahmen an dieser Feierstunde teil. Die Einsegnung erfolgte durch Pfarrer Horst Wilhelm Loos und Diakon Reinhard Focke. Das Bläserensemble sorgte für den musikalischen Rahmen.

  

Lesen Sie jetzt