Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

"Stolz auf unser Ergebnis" - SKC-Trainer Martin Kamphuis über Platz zwei

RN-Interview

CASTROP-RAUXEL Die Korfballer des Schweriner KC haben als Aufsteiger ihre erste Saison in der Regionalliga auf dem zweiten Platz beendet. Über diesen unerwarteten Erfolg sprach Sportredakteur Carsten Loos mit dem SKC-Trainer Martin Kamphuis.

von Von Carsten Loos

, 20.04.2010

Herr Kamphuis, wie war das Wochenende? Sie haben sich ja bei Ihren Spielern vom Schweriner KC frei genommen, um den TC Twente Enschede in der Eredivisie auf dem Weg zum holländischen Meistertitel anzufeuern. Kamphuis: Ja, ich habe eine Saisonkarte bei Twente. Es hat sich gelohnt hinzugehen. Mit der Meisterschaft wurde es noch nichts. Twente geht aber mit einem Punkt Vorsprung ins letzte Spiel. Ich war aber auch zuversichtlich, dass es Schwerin auch ohne mich gegen Schildgen schaffen kann.

Wir machen nach jeder Saison eine Besprechung. Da habe ich meinen Spielern im letzten Jahr gesagt, dass wir schon gegen einige Regionalligisten gut ausgesehen hatten; gegen Adler Rauxel waren wir erst nach Verlängerung im KOED-Cup ausgeschieden. An einem guten Tag könnten wir gegen alle gewinnen, habe ich ihnen gesagt. Den dritten oder vierten Platz haben wir uns vorgenommen. Platz zwei haben wir aber nie erwartet, und schon gar nicht so überragend.

Wir haben uns nur im ersten Spiel gegen Selm schwer getan. Danach ging es nur noch bergauf. Nur einmal haben wir enttäuscht: im zweiten Spiel gegen Adler Rauxel. Wir hatten uns mehr vorgenommen. Aber meine Mannschaft ist sehr jung und braucht noch Erfahrung.

Das ist schwer zu beurteilen, wir spielten vorher ja noch in der Oberliga. Aber der Korfball, den wir in Schwerin spielen, ist ziemlich intensiv und gut. In vielen Spielen, die wir gemacht haben, waren wir deutlich besser als unser Gegner. Man wird nicht plötzlich einfach so Zweiter mit acht Punkten Vorsprung; das liegt an unserer Spielweise. Und deshalb sage ich auch hier in den Niederlanden: Ich bin sehr stolz auf unser Ergebnis.

Unser Spiel ist Teamarbeit. Lennart Schwirtz etwa wirft die meisten Körbe, trifft er aber mal nicht, steht Benjamin Edeler als Rebounder bereit. So bleiben die meisten Bälle bei uns. Eine starke Verteidigung hatten wir schon immer, inzwischen haben wir auch unsere Korbquote ausgebaut. Wir sind eine komplette Mannschaft; neben Lennart treffen beispielsweise alle Frauen. Wir sind breit aufgestellt.

Der Abstand zu Adler ist noch zu groß. Die haben ja auch sehr große Spieler und können Power machen. Wir müssen mit beiden Füßen auf dem Boden bleiben. Ab jetzt ist es schwieriger, ich bin aber zuversichtlich.

Das Team bleibt zusammen. Ich kenne bisher auch niemand, der zu uns kommen will wie im letzten Jahr Anna Schulte aus Lünen. Wir haben aber einige sehr gute Jugendspieler im Verein.