Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Streiks im NRW-Einzelhandel zeigen Wirkung

DÜSSELDORF Die wochenlangen Streiks im nordrhein- westfälischen Einzelhandel zeigen erste Wirkungen: Nach Angaben der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di haben die Arbeitgeber am kommenden Donnerstag zu Sondierungsgesprächen eingeladen.

Streiks im NRW-Einzelhandel zeigen Wirkung

Ver.di ruft wieder zum Streik auf.

 Damit kommt wieder Bewegungen in den Tarifkonflikt. Die Verhandlungen für die 400.000 Beschäftigten der Branche waren Ende Juni nach drei Runden ohne Ergebnis abgebrochen worden. Die Arbeitgeber bestätigten den Termin, wollten sich aber inhaltlich nicht weiter äußern.

ver.di-Sprecher Günter Isemeyer zeigte sich zuversichtlich, dass sich die Tarifpartner auf eine neue Verhandlungsrunde verständigen werden. ver.di fordert für die Beschäftigten 4,5 Prozent mehr Geld und einen monatlichen Mindestlohn von 1500 Euro. Bislang hatten die Arbeitgeber noch kein Angebot unterbreitet. Sie verlangen ein Entgegenkommen von ver.di in zentralen Bereichen. Angesichts der immer noch schlechten Lage in der Branche seien die Verhandlungsspielräume nur gering.

Flexiblere Arbeitszeiten

Die Arbeitgeber wollen vor allem flexiblere Arbeitszeiten und den Abbau von tariflichen Zuschlägen für späte Öffnungszeiten und Mehrarbeit durchsetzen. Dazu gehört eine flexiblere Regelung beim Weihnachtsgeld, was ver.di strikt ablehnt. In den vergangenen Wochen war es in verschiedenen nordrhein-westfälischen Städten immer wieder zu Arbeitsniederlegungen gekommen. Betroffen waren vor allem große Unternehmen und Ketten wie Kaufhof, Karstadt, Real und Wehmeyer.

Am Freitag legten in Münster mehr als 200 Mitarbeiter von sechs größeren Waren- und Kaufhäusern die Arbeit nieder. Der Streik soll ausgedehnt werden. Die Arbeit in den bestreikten Mode- und Warenhäusern sei deutlich beeinträchtigt worden, sagte eine ver.di- Sprecherin. „Einzelne Abteilungen konnten nicht besetzt werden, ein Haus konnte erst verspätet öffnen.“

Anzeige
Anzeige