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Streiks in elf Kaufhäusern

NRW In elf Kaufhäusern in Essen, Krefeld, Hagen und Mühlheim hat die Gewerkschaft ver.di heute zum Streik aufgerufen. Hintergrund ist der Tarifstreit im Einzelhandel. Zudem werden an vielen Kaufhof-Standorten Betriebsversammlungen während der Arbeitszeit stattfinden, wie ver.di mitteilte. Kaufhof in Dortmund öffnete daher erst um 11 Uhr.

Streiks in elf Kaufhäusern

Ver.di ruft wieder zum Streik auf.

„Mit dem Protesttag wollen die Beschäftigten im Einzelhandel ein klares Signal an die Arbeitgeber senden, die sich zur gleichen Zeit in Berlin zu einem Koordinierungsgespräch treffen“, erklärte die ver.di-Verhandlungsführerin in NRW, Lieselotte Hinz. Die Gewerkschaft hatte am Donnerstag die Bereitsschaft erklärt, an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Die Arbeitgeber wollen heute in Berlin entscheiden, ob sie zu weiteren Gesprächen bereit sind.

Gewerkschaft hält Kompromiss für möglich

„Mit dem Willen zum Kompromiss können wir einen Abschluss schaffen, der für beide Seiten erträglich ist“, erklärte Hinz. Ver.di sei bereit, „ein Arbeitzeitmodell zu verhandeln, dass sowohl den in der Branche mehrheitlich beschäftigten Frauen als auch den Unternehmen mehr Flexibilität, aber auch Planbarkeit bringt.“ Die Verhandlungen für die 400 000 Beschäftigten der Branche in Nordrhein-Westfalen waren Ende Juni nach drei Runden ohne Ergebnis abgebrochen worden. Die von den Arbeitgebern geforderten Einschnitte bei den Zuschlägen für späte Öffnungszeiten und Mehrarbeit lehnt die Gewerkschaft weiter entschieden ab. Ver.di fordert 4,5 Prozent mehr Geld und einen monatlichen Mindestlohn von 1500 Euro.

Bislang gibt es noch kein Angebot der Arbeitgeber

 Die Arbeitgeber haben bislang noch kein Angebot vorgelegt. Sie wollen flexiblere Arbeitszeiten und den Abbau von Zuschlägen durchsetzen. Ver.di hatte in den vergangenen Wochen bereits mehrfach mit so genannten Nadelstich-Streiks bei Großunternehmen versucht, den Druck auf die Arbeitgeber zu erhöhen.

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