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Streit um Schleusen in Bangkok

Bangkok (dpa) Streit um Schleusen in Bangkok: Verärgerte Bewohner überschwemmter Außenbezirke von Bangkok bringen die Stadt nach Angaben des Gouverneurs erneut in Hochwassergefahr.

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Ein Thailänder versucht auf dem überfluteten Inlandsflughafen von Bangkok, seine Habseligkeiten ins Trockene zu bringen. Verärgerte Bewohner überschwemmter Außenbezirke von Bangkok bringen die Stadt nach Angaben des Gouverneurs erneut in Hochwassergefahr, weil sie Schleusen öffnen oder Gräben darum herum graben. Foto: Barbara Walton

Ein kambodschanischer Mitarbeiter eines Tierparks füttert ein weibliches Leopardenbaby, das aus einem Überschwemmungsgebiet gerettet wurde. Teile von Thailand, Kambodscha, Laos und Vietnam stehen unter Wasser. Foto: Mak Remissa

So weit das Auge reicht steht Wasser auf einer Autobahn in der Nähe eines Nuklearforschungsreaktors in Bangkok. Nach Angaben der Behörden besteht keine Gefahr, dass radioaktiv verseuchtes Wasser auslaufen könnte. Foto: Barbara Walton

Eine Thailänderin, deren Füße von Fußpilz befallen sind, steht vor ihrem überfluteten Haus in Bangkok. Die Hochwasseropfer in Thailands Überschwemmungsgebieten kämpfen mit Krankheiten und anderen Widrigkeiten, wie Hundertfüßlern und Ratten. Foto: Rungroj Yongrit

Zwei Rehe haben sich in einem überfluteten Wildpark in Bangkok ein trockenes Fleckchen gesucht. Nach den Überschwemmungen in Thailand erwartet die Zentralbank des Landes einen Wachstumseinbruch. Foto: Rungroj Yongrit

In einem Notlager für Flutopfer in Bangkok zeigt ein thailändisches Paar sein vier Wochen altes Baby. Das Kind wurde geboren, als das Wasser um das Haus der Familie immer höher stieg. Foto: Barbara Walton

Auf einer Straße in Bangkok fährt ein Bus an zwei Männern vorbei, die bis zur Brust im Wasser stehen. 17 der 50 Bezirke der thailändischen Hauptstadt sind teilweise überschwemmt. Foto: Barbara Walton

Eine 88-jährige Thailänderin paddelt durch das Hochwasser vor ihrem Haus in Bangkok. Das Hochwasser in der thailändischen Hauptstadt wird laut den Behörden frühestens in zehn Tagen abgeflossen sein. Foto: Rongroj Yongrit

Ein Thailänder watet durch das brusthohe Wasser auf dem überfluteten Inlandsflughafen der Hauptstadt Bangkok. Rund 15 000 Fabriken und Industrieanlagen sollen durch die Fluten beschädigt worden sein. Foto: Barbara Walton

Fabrikarbeiter klettern in Bangkok auf dem Weg zur Arbeit über Berge aus Sandsäcken. Bei den schwersten Überschwemmungen seit 50 Jahren sind in Thailand mindestens 380 Menschen ums Leben gekommen. Foto: Rongroj Yongrit

Eine Herde Zebras läuft durch einen überfluteten Safari Park in Bangkok. Der Schaden durch die Überschwemmungen in Thailand wird auf mindestens 500 Milliarden Baht geschätzt (11,8 Mrd. Euro). Foto: Rongroj Yongrit

Weil sie eine Kanalschleuse rund 20 Kilometer nordöstlich des Zentrums beschädigt hatten, drohten weitere Bezirke zu überschwemmen, sagte Sukhumphand Paribatra. Er ließ die Schäden am Mittwoch unter Polizeischutz reparieren. «Wir bleiben 24 Stunden hier um sicherzustellen, dass sich niemand mehr an der Schleuse zu schaffen macht», sagte der Polizist Ek Ekustra, der im Bezirk Sam Wa mit 100 Kollegen im Einsatz war.

Die Anwohner sind sauer, weil ihr Bezirk seit Wochen unter Wasser steht. Sie erzwangen zunächst mit lautstarken Protesten die Öffnung des Schleusentors und gruben zusätzlich Gräben um die Schleuse herum, um den Ablauf des Wassers zu beschleunigen. «Wir stehen seit mehr als einem Monat unter Wasser, die Leute haben die Nase voll», sagte der Lehrer Somsak Jitchuen (42). «Nur, weil wir in den Außenbezirken leben, gelten wir nichts. Wenn die Innenstadt von Bangkok ein paar Tropfen Wasser abbekommt, spricht jeder darüber.»

Das Wasser rauschte vor der Reparatur ungebremst in dem Saen-Saep-Kanal, der durch die Innenstadt von Bangkok fließt. Der Gouverneur befürchtete Überschwemmungen im Zentrum mit Banken, Firmen und Hotels. Dort war es bislang trocken geblieben. 17 der 50 Bangkoker Bezirke sind teilweise überschwemmt.

Schon die Öffnung des Schleusentors war gegen den Protest des Gouverneurs erfolgt. Regierungschefin Yingluck Shinawatra hatte dies nach den Protesten der Anwohner zugelassen. Yingluck und der Gouverneur sind politische Gegner. Der Gouverneur gehört der Partei der Demokraten an, die viel Rückhalt unter den wohlhabenden Bangkoker Familien hat. Yinglucks Machtbasis sind die ärmeren Bevölkerungsschichten. «Das sind Machtspielchen», sagte der Politologe Thitinan Pongsudhirak. «Bangkok zu schützen ist zwar auch Yinglucks Aufgabe, aber nicht ihre Priorität.»

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Ein Thailänder versucht auf dem überfluteten Inlandsflughafen von Bangkok, seine Habseligkeiten ins Trockene zu bringen. Verärgerte Bewohner überschwemmter Außenbezirke von Bangkok bringen die Stadt nach Angaben des Gouverneurs erneut in Hochwassergefahr, weil sie Schleusen öffnen oder Gräben darum herum graben. Foto: Barbara Walton

Ein kambodschanischer Mitarbeiter eines Tierparks füttert ein weibliches Leopardenbaby, das aus einem Überschwemmungsgebiet gerettet wurde. Teile von Thailand, Kambodscha, Laos und Vietnam stehen unter Wasser. Foto: Mak Remissa

So weit das Auge reicht steht Wasser auf einer Autobahn in der Nähe eines Nuklearforschungsreaktors in Bangkok. Nach Angaben der Behörden besteht keine Gefahr, dass radioaktiv verseuchtes Wasser auslaufen könnte. Foto: Barbara Walton

Eine Thailänderin, deren Füße von Fußpilz befallen sind, steht vor ihrem überfluteten Haus in Bangkok. Die Hochwasseropfer in Thailands Überschwemmungsgebieten kämpfen mit Krankheiten und anderen Widrigkeiten, wie Hundertfüßlern und Ratten. Foto: Rungroj Yongrit

Zwei Rehe haben sich in einem überfluteten Wildpark in Bangkok ein trockenes Fleckchen gesucht. Nach den Überschwemmungen in Thailand erwartet die Zentralbank des Landes einen Wachstumseinbruch. Foto: Rungroj Yongrit

In einem Notlager für Flutopfer in Bangkok zeigt ein thailändisches Paar sein vier Wochen altes Baby. Das Kind wurde geboren, als das Wasser um das Haus der Familie immer höher stieg. Foto: Barbara Walton

Auf einer Straße in Bangkok fährt ein Bus an zwei Männern vorbei, die bis zur Brust im Wasser stehen. 17 der 50 Bezirke der thailändischen Hauptstadt sind teilweise überschwemmt. Foto: Barbara Walton

Eine 88-jährige Thailänderin paddelt durch das Hochwasser vor ihrem Haus in Bangkok. Das Hochwasser in der thailändischen Hauptstadt wird laut den Behörden frühestens in zehn Tagen abgeflossen sein. Foto: Rongroj Yongrit

Ein Thailänder watet durch das brusthohe Wasser auf dem überfluteten Inlandsflughafen der Hauptstadt Bangkok. Rund 15 000 Fabriken und Industrieanlagen sollen durch die Fluten beschädigt worden sein. Foto: Barbara Walton

Fabrikarbeiter klettern in Bangkok auf dem Weg zur Arbeit über Berge aus Sandsäcken. Bei den schwersten Überschwemmungen seit 50 Jahren sind in Thailand mindestens 380 Menschen ums Leben gekommen. Foto: Rongroj Yongrit

Eine Herde Zebras läuft durch einen überfluteten Safari Park in Bangkok. Der Schaden durch die Überschwemmungen in Thailand wird auf mindestens 500 Milliarden Baht geschätzt (11,8 Mrd. Euro). Foto: Rongroj Yongrit

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