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Streit um lärmende Zoo-Seelöwen: lautlose Einigung gesucht

Im Streit um lärmende Seelöwen im Kölner Zoo suchen alle Beteiligten nun nach einer geräuschlosen Lösung: Das nächtliche Treiben der fünf kalifornischen Seelöwen ist im Schnitt tatsächlich um zehn Dezibel lauter als im angrenzenden Wohngebiet erlaubt, wie die Bezirksregierung am Donnerstag auf Anfrage mitteilte. Nachdem sich eine Anwohnerin in ihrer Nachtruhe gestört fühlte, hatte die Behörde einen Durchschnittswert von 54 Dezibel gemessen. Der „Kölner Stadt-Anzeiger“ hatte zuerst über das Messergebnis berichtet. Zum Vergleich: Ein Rasenmäher oder mittlerer Straßenverkehr kommen auf rund 80 Dezibel, ein Presslufthammer erreicht gut 100 Dezibel.

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Köln

, 08.03.2018
Streit um lärmende Zoo-Seelöwen: lautlose Einigung gesucht

Ein Seelöwe sitzt im Kölner Zoo in seinem Gehege. Foto: Henning Kaiser/dpa

Der Zoo prüfe bereits freiwillig, welche Maßnahmen für den Lärmschutz ergriffen werden könnten, sagte ein Behördensprecher. So sei etwa zu untersuchen, ob die Höhle der Seelöwen, die wie ein Schalltrichter wirke, mit einem Vorhang verschlossen werden könne. Ein Zoo-Sprecher bestätigte das zunächst nicht. Mit einer Kamera hoffe man zu klären, was genau den tierischen Lärm überhaupt verursacht.

Die Bezirksregierung zeigte sich zuversichtlich, dass eine einvernehmliche Lösung gefunden werde. Bereits im Sommer hatte sich die Anwohnerin wegen der Lärmbelästigung gemeldet. „Es war aber niemals ihre Intention, dem Zoo zu schaden“, sagte der Behördensprecher.

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