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Studie: Preise für Energie und Wasser klaffen weit auseinander

Heidelberg (dpa) Bei Strom, Gas und Trinkwasser klaffen die Kosten für Verbraucher in den 100 größten deutschen Städten weit auseinander. Die Preisunterschiede betragen bis zu 500 Euro im Jahr, wie das Verbraucherportal Verivox.de in Heidelberg mitteilte.

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Studie: Preise für Energie und Wasser klaffen weit auseinander

Strom wird in Deutschland seit Jahren teurer, doch nicht in jeder Region gleich schnell.

Besonders stark variierten unter anderem die Trinkwasserpreise bei Singlehaushalten. Verivox.de hat erstmals das Preisgefälle für verschiedene Musterhaushalte berechnet. Für Kleinfamilien sind die Versorgungstarife in Lübeck am günstigsten, in Dresden dagegen am teuersten. Singles zahlen für Strom, Gas und Trinkwasser in Landshut am wenigsten und in Gera am meisten.

Kleinfamilien mit drei oder vier Personen müssen in den untersuchten Städten im Jahr durchschnittlich 2456 Euro für die Energie- und Wasserversorgung aufbringen; davon entfällt gut die Hälfte auf die Gasrechnung. Am «familienfreundlichsten» sind die Preise der Analyse zufolge in Lübeck - dort lebt eine Kleinfamilie mit 2249 Euro um fast 500 Euro billiger als in Dresden (2720 Euro). In den Städten Leipzig (2638 Euro), Minden (2637 Euro), Dessau-Roßlau (2632 Euro) und Rostock (2622 Euro) gibt es ebenfalls überdurchschnittlich teure Versorgungstarife für Kleinfamilien.

Singlehaushalte zahlen in den 100 größten deutschen Städten im Schnitt 878 Euro pro Jahr für die jeweils günstigsten Strom-, Gas- und Trinkwassertarife der lokalen Versorgungsunternehmen, heißt es in der Mitteilung. Den Löwenanteil machen dabei Strom und Gas aus. Mit Kosten von 1032 Euro landet Gera in der Vergleichsrechnung bei Singlehaushalten auf dem letzten Rang. In Landshut sind nur 746 Euro fällig - fast 30 Prozent weniger. Auch in Zwickau (1022 Euro), Jena (1014 Euro), Bergisch Gladbach (1007 Euro) und Wuppertal (1001 Euro) zahlen Singles überdurchschnittlich viel für Strom, Gas und Wasser.

Splittet man die Gesamtkosten für Energie und Wasser auf die einzelnen Posten auf, sind die Unterschiede zwischen den Städten ebenfalls beträchtlich. «So zahlt beispielsweise eine Kleinfamilie in Jena mit 926 Euro gut 25 Prozent mehr für den günstigsten Stromtarif als in Nürnberg mit 733 Euro», heißt es in der Analyse von Verivox.de. Ein Zweipersonenhaushalt in Dresden müsse mit 851 Euro gut 25 Prozent mehr für den günstigsten Gastarif aufbringen als in Oldenburg (632 Euro). Am deutlichsten sind die Unterschiede der Untersuchung zufolge beim Trinkwasser: Hier zahlt ein Singlehaushalt in Essen mit 256 Euro fast viermal so viel wie in Landshut mit 70 Euro.

Verbraucher sollten laut Verivox.de daher die Strom- und Gastarife der verschiedenen Anbieter vergleichen. «Ein Anbieter- oder Tarifwechsel ist einfach, kostenlos und vor allem risikofrei», sagte Chefredakteur Thomas Stollberger. «In vielen Fällen können Familien mit wenig Aufwand mehrere hundert Euro pro Jahr einsparen.» Beim Trinkwasser allerdings sei derzeit kein Anbieterwechsel möglich.

Für den Preisvergleich hat das Verbraucherportal drei Musterhaushalte mit folgenden Durchschnittswerten untersucht: - SINGLES: Strom 1500 kWh/Jahr, Gas 4000 kWh/Jahr, Trinkwasser 125 Liter/Tag - PAARE: Strom 2800 kWh/Jahr, Gas 10 000 kWh/Jahr, Trinkwasser 250 Liter/Tag - KLEINFAMILIEN: Strom 4 000 kWh/Jahr, Gas 20 000 kWh/Jahr, Trinkwasser 375 Liter/Tag.

Die Angaben sind inklusive Steuern und beziehen sich auf die Kosten für Privatkunden im ersten Jahr - einmalige Rabatte einbezogen. Die jeweils günstigsten Angebote der örtlichen Anbieter wurden berücksichtigt. Bei den Trinkwasserpreisen flossen die Kosten für Abwasser nicht ein. Die Stadt Flensburg fehlt in der Gesamtrechnung, weil es dort keine Versorgung mit Gas gibt.

www.verivox.de

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