Sendung verschwunden

Südkirchener wartet seit zwei Wochen auf Paket

Nordkirchen Ein seit Ende Dezember verschwundenes Paket sorgt bei dem Südkirchener Karl Grünewald für Ärger. Zwischen Nordkirchen und Ascheberg ist es bei der Zustellung verloren gegangen. Und es ist nicht das einzige Paket.

Südkirchener wartet seit zwei Wochen auf Paket

Die Post / DHL / Postbank hat eine Filiale im Rathaus Nordkirchen. Foto: Foto: Tobias Weckenbrock

Seit dem 21. Dezember wartet Karl Grünewald auf ein Paket. Laut Sendungsverfolgung des Logistikunternehmens DHL wird die Sendung zur Abholung in die Nordkirchener Postfiliale im Rathaus gebracht. Dort ist es aber nie angekommen. Grünewald ist nicht der einzige Nordkirchener, der seit Ende Dezember auf sein Paket wartet.

Ein großer finanzieller Schaden sei ihm nicht entstanden, sagt der Südkirchener. Allerdings habe der Paketinhalt, der vor über zwei Wochen hätte geliefert werden sollen, einen ideellen Wert gehabt, wie Grünewald im Gespräch mit der Redaktion erklärt.

Bis zum 21. Dezember verlief der Versand ganz normal. Am 18. wurde es vom Absender bei der Post abgegeben, am 20. Dezember wurde es laut Online-Nachverfolgung im Start-Paketzentrum bearbeitet und kam einen Tag später im Ziel-Paketzentrum an. Weil Karl Grünewald an dem Donnerstag nicht zu Hause war, legte der Zusteller ihm den bekannten gelben Benachrichtigungszettel in den Briefkasten. Einen Tag später in der Postfiliale an der Bohlenstraße war von seinem Paket allerdings keine Spur. „Beiläufig habe ich mitbekommen, dass mehrere Kunden davon betroffen sind“, sagt der Südkirchener. Eine Postmitarbeiterin sagte ihm, dass mehrere Pakete nicht im Verteilzentrum in Ascheberg angekommen seien. Von etwa 20 sei die Rede gewesen, so Grünewald. Gerade so kurz vor Weihnachten ein großes Ärgernis.

Passiert vor Weihanchten immer wieder

Das sei aber gerade vor den Feiertagen immer wieder möglich, wie Achim Gahr, Leiter der Pressestelle Mitte der Deutsche Post DHL Group, auf Anfrage erklärt. In dem Fall des vermissten Paketes liege ein sogenannter „Scanabriss“ vor. Heißt: Nach der Benachrichtigung, dass das Paket nicht zugestellt werden konnte, sei es nicht im Zentrum in Ascheberg elektronisch registriert worden. Das Unternehmen kann nicht nachweisen, wo das Paket von Karl Grünewald abgeblieben ist. Dass insgesamt 20 Pakete in Nordkirchen verschwunden sein sollen, konnte der Postsprecher nicht bestätigen. Nach ein bis zwei weiteren Sendungen forsche die Post hier zurzeit.

Karl Grünewald bleibt jetzt nur noch das übrig, was Achim Gahr auch allen anderen DHL- oder Postkunden rät, deren Sendungen verschwunden sind: Der Absender muss einen Nachforschungsauftrag stellen. Wenn das Paket versichert ist, werde der Schaden ersetzt.