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Abfall nicht ganz "vom Tisch"

Südlohn Alles bleibt beim Alten: Biomüll wird im Winter weiterhin vierwöchentlich abgeholt, Sperrmüll kann in der Gemeinde an zwei Terminen im Jahr entsorgt werden - trotz geringer beziehungsweise keiner Kostenersparnis für Bürger und Gemeinde.

28.08.2007

Dies hat der Gemeinderat in der vergangenen Ratssitzung mit den Stimmen der CDU bei acht Gegenstimmen und einer Enthaltung der Opposition entschieden. Die Verwaltung hatte dafür plädiert, den Abfuhrrhythmus für die Biotonne, die seit dem vergangenen Winter vierwöchentlich geleert wird, wieder zu ändern. Der Grund: Für jeden Haushalt schlage die Gebührenreduzierung lediglich mit 2,06 Euro zu Buche. Die Unzufriedenheit vieler Bürger, die auch im Winter angefallene Gartenabfälle entsorgten, sei hingegen groß. Darüber hinaus habe der Verzicht auf einen Sperrmülltermin keine Kosten erspart, da sich der Aufwand am Abfuhrtag höher als zuvor gestaltete.

Nach altem Muster

Entsprechend groß war die Freude bei der Opposition: Manfred Schmeing (SPD) bezeichnete es als "hervorragend, dass die von der CDU durchgesetzte Reduzierung zurückgenommen werden soll". Dem stimmte die UWG zu: "Es ist vollkommen richtig, dass die Abfuhr nach altem Muster durchgeführt werden soll. Man muss die Erfordernisse im Sinne der Bürger anpassen", forderte Alfons Sievers. Josef Schleif (Grüne) sprach sich ebenfalls dafür aus, die Termine wie in der Vergangenheit zu legen.

Noch in Probephase

Hermann-Josef Frieling (CDU) hingegen warnte vor einem zu schnellem Aufgeben. Die Biomüllabfuhr und die Sperrmülltermine seien Punkte, die in Abwägung gehalten werden sollten. Man befinde sich noch in der einjährigen Beobachtungsphase, die noch nicht zu Ende sei - "die 2,06 Euro Ersparnis sind eine Momentaufnahme." Andere Gemeinden änderten ihren Abfuhrrhythmus mit Blick auf Südlohn.

Was den Sperrmüll angehe, werde er in manchen Kommunen kostenlos entsorgt, in anderen auch auf Anforderung beseitigt. Frieling forderte die Verwaltung auf, die Einrichtung eines Wertstoffhofs in der Gemeinde intensiv zu prüfen. "Dann stehen wir nicht vor der Frage, wohin damit." Flexibilität sei gefordert, was die Grünannahmetermine angehe, meinte Alois Kahmen (CDU). "Dann klappt das unabhängig vom Abfuhrrhythmus der Biomülltonnen. Zwei Termine reichen, bis der Wertstoffhof da ist", zeigte er sich optimistisch, dass die Probleme bald beseitigt sind kh

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