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Auf alten Pfaden wandeln

Oeding/Winterswijk Es ist vollbracht: Auch das letzte Wegstück ist fertig. Ab jetzt lädt der "Kommiesenpatt" dazu ein, auf alten Schmuggler- und Zöllnerpfaden zu wandeln und dabei die wechselvolle Geschichte der Grenzregion Revue passieren zu lassen.

06.12.2007

Auf alten Pfaden wandeln

<p>Der letzte Schritt ist getan: Bürgermeister Georg Beckmann (3.v.l.), Thijs van Beem, Bürgermeister von Winterswijk (2.v.l.), Herbert Schlottbom (l.), Alexander Jägers, Euregio, und Marry Keur laden die Bürger ein, ab jetzt den Kommiesenpatt zu erkunden. Herbers</p>

Gestern haben Vertreter der Gemeinden Südlohn und Winterswijk den Schlusspunkt hinter die Arbeiten zum Gemeinschaftsprojekt gesetzt - nach mehr als zwei Jahren Vorbereitungszeit. Alte Wege mussten ausgebessert, Übergänge geschaffen, Brücken errichtet und Infotafeln aufgestellt werden. Die Hälfte der Kosten in Höhe von 48 000 Euro hat die EU über die Euregio übernommen, den Rest haben die Gemeinden finanziert. Auf einem dichten Wegenetz von insgesamt 18 Kilometern Länge kommen Wanderer - und teils auch Radfahrer und Reiter - rund um Oeding, Winterswijk und Burlo auf ihre Kosten. Wer nicht die gesamte Strecke auf einmal gehen möchte, kann sie auf vier Rundwegen von 4,8 bis 12,8 Kilometer Länge erkunden.

"Fürstensteine"

Sein besonderes Gepräge geben dem kulturhistorischen Wanderweg auf beiden Seiten der Grenze die so genannten "Fürstensteine" - 65 der alten Grenzsteine können Wanderer unterwegs passieren. "Ein Stück Heimatgeschichte wird so lebendig gehalten", meint Herbert Schlottbom, der gemeinsam mit Marry Keur von der Gemeinde Winterswijk das Projekt realisiert hat. Lebendig wird die Historie auch durch zwölf Tafeln, die an markanten Punkten des Weges aufgestellt sind, und eine ausführliche Info-Broschüre, die Besucher mit wichtigen Details vertraut macht.

"Ältere Menschen werden sich sicher noch an die Zeit der Schmuggler erinnern. Das ist auch heute noch von Interesse - und für uns ein Grund, die alten Wege wiederzubeleben", hebt Thijs van Beem, Bürgermeister von Winterswijk die Bedeutung des Kommiesenpatts hervor.

"Weiterer Baustein"

Als einen "weiteren Baustein innerhalb unserer guten nachbarschaftlichen Zusammenarbeit", bezeichnete Bürgermeister Georg Beckmann das Gemeinschaftsprojekt. Denn auch wenn es verdeutliche, "dass eine stabile Grenze nicht ein Völker trennendes Element darstellen muss, sondern die Grundlage für ein heute gutes, nachbarschaftliches Miteinander bilden kann", wollen weder Niederländer noch Deutsche heute das Rad der Zeit zurückdrehen - und die Schlagbäume wieder aufstellen. kh

Die Broschüre ist zum Preis von zwei Euro bei den örtlichen Tourist-Informationen erhältlich.

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