Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Aufmerksame Nachbarn bringen Diebe um die Beute

13.08.2007

Südlohn "Kein Loch auflassen" lautet die einfache Faustregel, sonst kämen die "Schlümpfe", wie Peter Großmann, Hauptkommissar vom Polizeikommissariat Vorbeugung in Borken, sie nennt - die Einbrecher, nicht zu verwechseln mit den netten blauen Zeichentrickwesen. Auf einem Informationsabend der Kolpingsfamilie in der Altentagesstätte informierte er kürzlich über Sicherheitslücken, technische Lösungen und handfeste Tipps für besseren Schutz vor Hausfriedensbruch und Diebstahl.

Der Gesetzeshüter kennt die Kniffe und Tricks, mit denen seine "Pappenheimer" in fast jedes Haus gelangen. Wenn einmal nicht, dann ginge es "ein Haus weiter. Da hab ich es als Einbrecher wieder leichter", so Großmann. Schließlich arbeite "kein Täter länger als fünf Minuten an einem Fenster". Ansonsten bräuchte der nämlich nur 90 Sekunden mit einem handelsüblichen Schraubenzieher. Umso wichtiger sei eine "vernünftige mechanische Absicherung", vor allen Dingen der Fenster, Balkon- oder Terrassentür und auch Kellerluken.

Leichtes Spiel

Denn bei einem spektakulären Fall im Kreis hätten sich zwar tagelang Ganoven die Zähne an den Sicherheits-Fenstern eines im Urlaub befindlichen Hausbesitzers ausgebissen, aber am Ende doch den Zugang über einen einfach gesicherten Gitterrost über dem Keller geschafft. Die "Werkzeuge" dazu fanden sie im Schuppen auf dem Grundstück. Die "Kelleraußentreppe" oder einfach nur ein Baum sei auch "ein Traum" für Eindringlinge, die, laut Statistik, zu neunzig Prozent Gelegenheitseinbrecher sind. Abgesehen hätten sie es meist auf Schmuck, Bargeld oder Handys, also leicht transportable Dinge. Deshalb rät Großmann zum Beispiel zur Kennzeichnung des Mobiltelefons, das zudem nach Eingabe von *#06# seine einzigartige Seriennummer verrät.

Unbekannte ansprechen

Nach 16 Jahren Diensterfahrung in Duisburg und zehn Jahren im Kreis Borken weiß der Kommissar: "Sie haben hier auf dem platten Land noch Friede, Freude, Eierkuchen." Aber die Zeiten hätten sich auch geändert. Bei nur 20 Prozent Aufklärungsquote sei deshalb eine "aufmerksame Nachbarschaft" wichtig, die umherschleichende Unbekannte anspreche und damit abschrecke. Oder, nach Absprache, die Anwesenheit des verreisten Gegenübers simuliere. Ein weiterer Tipp: "Stellen Sie sich Ihr eigenes Haus vor und überlegen Sie, wie Sie ohne Schlüssel da hereinkommen können!" tke

Lesen Sie jetzt