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CDU setzt auf Kontrollen

Oeding Enttäuscht zeigten sich Mitglieder der Opposition am Mittwoch im Rat. Der Grund: Der mit den Stimmen der CDU durchgesetzte Beschluss zum Fußgängerüberweg an der Kreuzung Winterswijker Straße/Fürst zu Salm Horstmar Straße/Panofen in Oeding.

18.10.2007

Zwar hielt auch die CDU-Fraktion an dem Vorschlag fest, dass der Landesbetrieb Straßen NRW die Kosten für eine Ampel an der Kreuzung ermittelt. Doch sollen diese nicht automatisch von der Gemeinde getragen werden, falls der Betreiber eine Förderung ablehnt. Dieser Beschluss jedoch war in der vergangenen Ratssitzung im August mit den Stimmen von CDU-Mitgliedern gefasst worden. Dem widersprachen diese vehement: "Der Beschluss entsprach nicht der Fachdiskussion", sagte Alois Kahmen (CDU) dazu.

Ergebnisse auswerten

Stattdessen soll nun die zuständige Fachbehörde zunächst die im Vorfeld vereinbarten Maßnahmen an der Kreuzung abschließen, sprich eine Markierung mit Hinweis auf die Geschwindigkeitsreduzierung auf die Fahrbahn aufbringen. Anschließend werden repressive Maßnahmen in Form von Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt sowie der Fußgänger- und Radverkehr überwacht, so der Plan. Bevor weitere Schritte in Erwägung gezogen werden, gelte es die hieraus gewonnen Ergebnisse auszuwerten. Kahmen verwies in diesem Zusammenhang auf das "immer noch mangelnde Vorbildverhalten vieler Erwachsener". Aber auch die PKW-Fahrer kamen nicht gut weg. Viele führen einfach zu schnell.

"Ich bin überrascht von dieser Verhaltensänderung", sagte hingegen Josef Schleif (Grüne). Er bezweifelte, dass das Fahrverhalten von rund 7300 Verkehrsteilnehmern, die nach seinen Angaben täglich auf der Straße unterwegs seien, durch Kontrollen zu ändern sei. "Die Gefahrensituation kann durch Messungen nicht so stark wie nötig reduziert werden", so Schleif weiter. Auch die UWG-Fraktion unterstützt nach wie vor die Errichtung einer Ampel an dieser Stelle. Den Vorschlag des Fachleiters der Verkehrsbehörde in Borken, die Querung für Fußgänger aus Sicherheitsgründen wieder zu beseitigen, lehne er ab, so Alfons Sievers (UWG). "Die Kreuzung ist und bleibt ein Gefahrenpotential." kh

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