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Das Leben an der Grenze im Blick

Südlohn "Grenzen entstehen im Kopf und nicht im Gelände!" So lautet eine der Thesen von Dr. Andreas Eiynck zur Geschichte der deutsch-niederländischen Grenze.

01.10.2007

"Aber wenn sie sich einmal geographisch verfestigt haben, dann wirken sie massiv und fortdauernd auf die Entwicklung einer Region", meint der Wissenschaftler. Am Mittwoch, 10. Oktober, wird Eiynck im Haus Wilmers in Südlohn (Kirchplatz 9) auf Einladung der Gesellschaft für historische Landeskunde des westlichen Münsterlandes über die Entstehung und Auswirkungen von Grenzziehungen berichten und dabei insbesondere auf die deutsch-niederländische Grenze eingehen. Markengrenzen und Staatsgrenzen, Nationalstaaterei und Grenzräume, Zoll und Schmuggel sind nur einige Stichworte, die an diesem Abend zur Sprache kommen.

Das Thema Grenze und Grenzüberschreitung begleitet den Referenten schon seit Jahrzehnten in seiner wissenschaftlichen Arbeit. Bekannt sind etwa seine Publikationen und Ausstellungen zum Thema "Hollandgängerei" und "Wanderhandel". Intensiv geforscht hat Eiynck in den vergangenen Jahren zur Grenzziehung zwischen Niedersachsen und den Niederlanden. In seinem Vortrag wird der Referent auch auf die Grenze zwischen dem Münsterland und den Niederlanden eingehen.

Dr. Andreas Eiynck stammt gebürtig aus Coesfeld und ist im Westmünsterland durch seine volks- und hauskundlichen Studien aus den 1980er Jahren bekannt. Nach einer Tätigkeit an der Universität Münster übernahm er 1988 die Leitung des Emslandmuseums in Lingen. Eiynck ist Mitglied in zahlreichen wissenschaftlichen Gremien im Bereich der Geschichte und Landeskunde.

Vor dem Vortrag verleiht die Gesellschaft für historische Landeskunde des westlichen Münsterlandes um 19 Uhr ihren Förderpreis für Schüler. Gegen 19.30 Uhr hält Eiynck seinen Vortrag. Die Preisträger werden vorgestellt und erhalten Preise für Facharbeiten zu landeskundlichen und lokalen Themen.

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