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Ein Hauch von Hollywood

18.12.2007

Ein Hauch von Hollywood

Südlohn Marco Nienhaus Ein bisschen Filmluft war am Samstagabend in Südlohns Doornte zu schnuppern. Der Spielmannszug Südlohn hat seinen Jahresabschluss gefeiert. Und wie! Der rote Teppich ist ausgerollt. Lichtumrandung weist den Weg zum "Filmpalast", der auch Roncalli-Hauptschule genannt wird. Begeisterter Jubel im abgedunkelten Innern macht deutlich: Da muss sich ein besonderes Spektakel abspielen. Stellwände ringsherum lassen im Innern plötzlich den Widerschein bewegter Bilder aufflackern. Dort sitzen die gebannten Zuschauer in festlichen Abendroben, die gleichzeitig die Hauptdarsteller sind. Alles eben wie bei einer Oscar-Verleihung. Des Rätsels Lösung: Mit einer Leinwandprojektion stellte Hobby-Filmproduzent (28, kleines Foto) das zur Schau, was er in über 200 Stunden Kleinstarbeit aus 20 Stunden Filmmaterial herausgeholt hat. Thema: der Spielmannszug Südlohn - von den Proben der Spielleute in Kranenburg-Nütterden bei Kleve bis zum Gewinn des 7. Landesorchesterwettbewerbs von Nordrhein-Westfalen. Alle Erlebnisse des Jahres wurden kinematographisch gebannt. Da lagen Freud und Leid eng beisammen: Dramatische Höhen wie beim Gewinn des großen Grenzlandpokals, aber auch herbe Enttäuschungen wie das mäßige Abschneiden bei der Deutschen Meisterschaft (DM) in Würzburg. Immer dabei war die Kamera, die die Emotionen einfing. Da war die Aufzeichnung des Vorspiels von "Es gab eine Zeit" und "Tryptich" bei der DM. Launig kommentiert mit unterlegtem Text, Grafiken und Filmsequenzen aus Hollywoodstreifen hatte Nienhaus die Lacher auf seiner Seite. Manches Mal war das aber gar nicht mehr nötig. So zum Beispiel, als ein Sprecher des Bayerischen Rundfunks die Südlohner bei einer Übertragung als "Stadtmusik Löffingen" bezeichnete. Nach dem Abspann zeugte minutenlanger Applaus davon, dass Nienhaus einen (fast) oscarverdächtigen Film abgeliefert hatte. Entstanden war die Idee nach dem Erfolg des Dokumentarstreifens "Deutschland. Ein Sommermärchen" von Sönke Wortmann. tke

21 Spielleute bilden die Musiker von der Schüler- bis zur Seniorenklasse aus: für die Schlagwerker Marco Nienhaus, Steffi Lüdiger, Thomas Rathmer und Thomas Rexing; für die Flötisten Tina Tenhagen, Kerstin Hemsing, Yvonne Stegemann, Nicole Wenning, Annemarie Picker, Marina Ewerlein, Sabrina Gehlen, Mareen Brinkmann, Karina Holtkamp, Christina Overkämping, Matthias Nienhaus, Andre Funke, Birgit Tebrügge, Birgit Kleinemühl, Theres Gröting, Norbert Rathmer und die musikalische Leiterin Michaela Hayk.

Ein Hauch von Hollywood

<p>Die Ausbilder freuten sich über die Anerkennung ihrer Arbeit. Privat</p>

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