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Ein wunderschönes Land

Südlohn/Lublin Viele junge Menschen träumen davon, für eine Zeit ins Ausland zu gehen. Eva Musholt (19) aus Südlohn hat den Schritt gewagt: Seit drei Monaten lebt und arbeitet sie in der polnischen Stadt Lublin.

21.12.2007

Ein wunderschönes Land

<p>Nach drei Monaten fühlt sich Eva Musholt (4.v.l.) in Polen schon fast wie Zuhause. Bei Projekten wie hier in Nasutow tauscht sie sich mit anderen jungen Menschen aus.</p>

"Warum denn gerade Polen?" Diese Frage stellte mir fast jeder, dem ich erzählte, dass ich einen Europäischen Freiwilligendienst in Lublin machen möchte. Zunächst einmal hat meine Entsendeorganisation "Arbeitskreis Ostviertel" aus Münster gute Kontakte nach Polen und durch ein Projekt, an dem ich vor drei Jahren teilgenommen habe, war mir die Stiftung Nowy Staw, in der ich nun arbeite, noch in Erinnerung.

Nach drei Monaten, die ich nun hier verbracht habe, weiß ich, dass Polen ein wunderschönes Land ist und Vorurteile wie "Dein Auto ist in Polen nicht sicher", "Polen schlagen sich gerne, sprechen keine Fremdsprachen, lachen selten oder trinken zu viel", völlig ungerechtfertigt sind. Ich habe die Leute als sehr offen kennen gelernt und während meines Aufenthalts schon einige Freundschaften geschlossen. Trotzdem: Aller Anfang ist immer schwer. Daher war es gut, dass ich für die erste Zeit in einer polnischen Familie untergekommen bin, die mich sehr herzlich aufgenommen hat. Im Januar werde ich dann in eine Art Studentenwohnheim ziehen. Es hat sich bestätigt, dass es ein Tourist oder Ausländer in Lublin sehr schwer hat, was die Verständigung angeht. Denn in Geschäften oder am Bahnhof spricht fast niemand englisch, obwohl Lublin eine Studentenstadt mit über 50 000 Studenten ist.

In der Stiftung verständige ich mich auf Englisch, doch mittlerweile verstehe ich schon recht viel auf Polnisch. Seit sieben Wochen besuche ich eine Sprachschule und hoffe, dass ich Ende März mit einem Zertifikat nach Hause komme, auf dem geschrieben steht, dass ich die polnische Sprache auf kommunikativem Level beherrsche.

Das halbe Jahr Aufenthalt in Polen ermöglicht mir, meinen Erfahrungshorizont zu erweitern und vieles über mich selbst zu lernen. Trotzdem freue ich mich, Weihnachten mit der Familie zu verbringen. Am 27. Dezember fahre ich dann wieder zurück und feiere mit deutschen, polnischen und belarussischen Jugendlichen in das neue Jahr hinein." emm

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