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Fotovoltaikanlage erzeugt 25.000 Kilowattstunden Strom

Roncalli-Hauptschule

SÜDLOHN „Glücklicherweise war vorher Kies auf dem Dach, das heißt, das Dach trägt einiges“, so Olaf Sparwel. Denn tragen muss das Dach der Roncalli Hauptschule in Südlohn neuerdings eine 20 Tonnen schwere Fotovoltaikanlage.

von Von Mareen Osterholt

, 06.04.2010
Fotovoltaikanlage erzeugt 25.000 Kilowattstunden Strom

Derzeit wird auf dem Dach der Roncalli-Hauptschule in Südlohn eine Fotovoltaikanlage installiert.

In der vergangenen Woche haben Mitarbeiter der Firma Sparwel mit dem Bau in luftiger Höhe begonnen. „Es arbeiten nur zwei Mitarbeiter an dieser Anlage, sonst würde es eng werden“, erklärt Sparwel weiter. Abhängig sei das Vorankommen bei der Installation vor allem vom Wetter. Durch ein paar Regentage und die verspätete Lieferung von Randbordsteinen habe sich alles um ein paar Tage verschoben. „Die Randbordsteine beschweren die Photovoltaik Module und dienen zur Befestigung“, erklärt Sparwel. Einer dieser Steine wiege 47 Kilo. „Das heraufschleppen der Steine war Knochenarbeit. Dabei war die Hilfe von noch vier weiteren Mitarbeitern nötig“, erinnert sich Sparwel.

Eine andere Befestigung gäbe es nicht. Dies werde vor allem so gehandhabt, damit keine undichten Stellen im Dach durch beispielsweise Bohrungen entstehen. Das werde auf den meisten Flachdächern auf diese Art gemacht. Die rund 90.000 Euro teure Anlage könne in einem Jahr rund 25.000 Kilowattstunden Strom erzeugen, was circa 10.000 Euro entspräche. Der erzeugte Strom werde in das Netzwerk der Gemeinde fließen. Im Vergleich: Ein einzelner Haushalt verbraucht in einem Jahr um die 6500 Kilowattstunden Strom. Die Gemeinde hatte nach der Ratssitzung im Januar den Auftrag ausgeschrieben. Damit solle die regenerative Energiegewinnung gefördert werden und gleichzeitig habe die Gemeinde auch einen finanziellen Vorteil davon, speist sie doch den erzeugten Strom ins Netz ein.

„Wir hoffen auf gutes Wetter im April, damit die Anlage gleich richtig laufen kann“, erklärt Josef Sibbing vom Bauamt der Gemeinde. „Im Vorfeld wurde das Dach der Schule statisch geprüft um rechtlich und sicherheitstechnisch auch im grünen Bereich zu sein“, erklärt Sparwel. Optimale Voraussetzungen für die Fotovoltaik Anlage seien Temperaturen um die 30 Grad und eine südliche Ausrichtung der Module. Bei direkter Sonneneinstrahlung und um die Mittagszeit, wenn die Sonne im Zenit stehe, arbeite die Anlage am besten.

„Das Dach der Sporthalle neben der Schule hätte die Anlage vielleicht auch getragen, aber das Schuldach ist sicherer“, so Sparwel weiter. Nach ungefähr zwei Wochen Bauzeit sei mit der Fertigstellung der Anlage zu rechnen.