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Für die Zukunft gerüstet

Südlohn Endgültig der letzte seiner Art soll er sein, betonte Bürgermeister Georg Beckmann, als er am Mittwochabend den Haushaltsplanentwurf in kameralistischer Form im Rat einbrachte. Was bereits für 2008 geplant war, nämlich die Einführung des neuen kommunalen Finanzmanagements (NKF), werde nun wohl endgültig im Jahr 2009 Realität.

13.12.2007

Für die Zukunft gerüstet

<p>275 000 Euro im Etat 2008 sind für den Endausbau von Teilstücken im Gewerbegebiet Pingelerhook in Oeding vorgesehen. Heisterborg</p>

Nicht nur durch die ersten Worte mochten sich manche Ratsmitglieder ins Vorjahr versetzt fühlen. Auch das Gesamtvolumen des Etats für 2008 wich nur geringfügig von 2007 ab: 16,9 Mio. Euro stehen der Gemeinde demnach zur Erfüllung ihrer Aufgaben und zur weiteren Entwicklung zur Verfügung - im Vorjahr waren es mit 17,1 Euro nur geringfügig mehr. Dabei entfallen auf den Verwaltungshaushalt, aus dem die laufenden Ausgaben einer Gemeinde gedeckt werden, rund 12,5 Mio. Euro (2007: 12,3 Mio. Euro). Der Vermögenshaushalt, der Gelder für Investitionen enthält, umfasst 4,4 Mio. Euro (2007: 4,8 Mio. Euro).

Hohe Investitionen

Und was steht im Einzelnen in Südlohn und Oeding an? "Der Verwaltungshaushalt besteht aus Notwendigkeiten, großer Spielraum ist nicht vorhanden", stellte Beckmann klar, bevor er ins Detail ging. Trotzdem: "Hohe Investitionen sind auch im kommenden Jahr notwendig, um für die Zukunft gerüstet zu sein." So hat die Gemeinde 227 000 Euro eingeplant, um bauliche Maßnahmen an beiden Grundschulen zu finanzieren. Noch einmal 213 000 Euro entfallen auf weitere Sanierungen im schulischen Bereich. 90 000 Euro sind für Personal- und Sachkosten vorgesehen. Der größte Brocken, den die Gemeinde schultern muss, entfällt auf Straße und Wege. Von den Gesamtinvestitionen in Höhe von 465 000 Euro fließen 275 000 Euro in den Endausbau von Teilstücken im Gewerbegebiet Pingelerhook in Oeding. 90 000 Euro wird es kosten, die B 70 in Südlohn umzugestalten.

Während sich die Bemessung der Kreisumlage "zunehmend gemeindefreundlicher" gestalte, sei eine Anhebung der Jugendamtsumlage unumgänglich gewesen, so Beckmann. Mit den Kosten für das SGB II überweise die Gemeinde knapp 4,1 Mio. Euro an den Kreis - immerhin fast ein Drittel des Verwaltungshaushalts.

Auf der Einnahmeseite sollen die Gewerbesteuern wieder reichlich fließen, deren Höhe vorläufig auf 2,9 Mio. beziffert wird. Eine enorme Steigerung werde mit 350 000 bei der Einkommenssteuer erwartet. "Hieran zeigt sich, dass die positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt der Dreh- und Angelpunkt für alle gemeinwirtschaftlichen Systeme in Deutschland ist", stellte Beckmann fest.

Steuersätze stabil

Der Schuldenstand wachse um 417 000 Euro auf 10,9 Mio. Euro. Dem stehe allerdings ein Gemeindevermögen von fast 55 Mio. Euro gegenüber. Erfreulich für den einzelnen: Die gemeindlichen Steuersätze sollen auch in diesem Jahr stabil bleiben, eine Erhöhung ist nicht vorgesehen. kh

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