Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Grundstück nicht billiger

Südlohn Auf dem Prüfstand standen die Vergabekriterien für Gemeindegrundstücke in der vergangenen Ratssitzung.

31.10.2007

Die zentrale Frage, die von den Vertretern der verschiedenen Fraktionen heiß diskutiert wurde, lautete: Sollen Familien mit Kindern bei der Vergabe von Gemeinde-Grundstücken bevorzugt werden?

Die Verwaltung führte aus, dass kinderreiche Familien ledigen Antragstellern bereits vorgezogen würden, wenn mehrere Interessenten ein Grundstück erwerben wollten. Allerdings hielt sie es nicht für sinnvoll, den im Vergleich zu anderen Kommunen im Kreis ohnehin niedrigen Kaufpreis von 90 Euro pro Quadratmeter für Familien noch weiter zu reduzieren. Eine entsprechende Regelung findet sich nur in Velen. Dort wird für das erste Kind sechs Euro, für das zweite sieben und für das dritte zwölf Euro - insgesamt also bis zu 25 Euro pro Quadratmeter des Kaufpreises erstattet.

Zwar wurde der Vorschlag, die Vergabekriterien in Bezug auf Familien zu belassen wie sie sind, mehrheitlich befürwortet. Dem wollte sich die UWG jedoch nicht anschließen. Das Ziel sei, dass junge bauwillige Familien sich ein Grundstück in der Gemeinde leisten könnten, führte Günter Bergup aus. "Mit einem innovativen Modell - zum Beispiel Abschläge beim Grundstückspreis für mehrere Kinder oder einer begrenzten Anzahl geförderter Grundstücke pro Jahr - wären wir anderen Kommunen weit voraus", warf Bergup einen möglichen Wettbewerbsvorteil in die Waagschale.

Alois Kahmen von der CDU-Fraktion bezeichnete den Beschluss hingegen als "den derzeitigen Stand treffend". Die Förderung einiger weniger, die sich den Bau eines Hauses leisten könnten, lehnte er ab. Vielmehr müsse sich die Gemeinde in allen Bereichen als kinderfreundlich präsentieren.

Nichts spreche allerdings dagegen, die Bedingungen im kommenden Jahr erneut zu prüfen. Alfons Sievers (UWG) hielt dem entgegen, dass von den angestrebten Änderungen alle profitierten.

Auch die SPD-Fraktion plädierte dafür, bei neuen Baugebieten darüber nachzudenken, Familien mit Kindern beim Hausbau mehr zu fördern. kh

Lesen Sie jetzt