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Halle brennt komplett aus

Südlohn Bis auf die Grundmauern niedergebrannt ist die Produktionshalle eines holzverarbeitenden Betriebs am Weseker Weg in der Nacht zu Sonntag. Der Sachschaden ist enorm - er wird auf rund eine Millionen Euro geschätzt. Menschen wurden nicht verletzt.

26.08.2007

Der Brand im Südlohner Gewerbegebiet hielt die Freiwillige Feuerwehr am Schützenfest-Wochenende ganz schön in Atem: Nicht nur nachts um 2.20 hieß es Ausrücken, am Sonntagmittag um 13.15 Uhr wurden die Kameraden nach der "Nachtschicht" wieder aus dem verdienten Mittagsschlaf gerissen, weil Glutnester im Dach an der Verbindungsmauer zum Büro- und Ausstellungstraktes der Treppenbaufirma wieder aufloderten.

Doch der Reihe nach: "Als wir ankamen, brannte die Halle schon in voller Ausdehnung. An einen Innenangriff war gar nicht mehr zu denken", erzählte Wehrführer Leo Schrote. Ein Spaziergänger hatte den Brand um 2.20 Uhr entdeckt und gemeldet - "die Halle hat aber vielleicht schon zwei Stunden gebrannt", schätzte Schrote.

Die Situation war sehr ernst: Durch eine Brandschutzmauer war die Produktionshalle vom Büro- und Ausstellungsgebäude getrennt - das Übergreifen der Flammen konnte verhindert werden. Auch der Spänebunker des Unternehmens verlangte höchste Aufmerksamkeit ebenso wie die Tatsache, dass sich neben der Treppenbaufirma ein Unternehmen befindet, das Holzpaletten herstellt. Viel Wasser, Schaum und Schweiß flossen in dieser Nacht am Weseker Weg.

Beim Kampf gegen die Flammen waren die Löschzüge Südlohn und Oeding, darüber hinaus der Löschzug Weseke vor Ort. Von der Feuerwehr Borken, so der Wehrführer, waren nachts die Drehleiter und Atemschutzmodule im Einsatz. Die Kameraden verrichteten Schwerstarbeit, bis sich gegen 10.40 Uhr die Lage zu entspannen schien.

Zweiter Alaram

Eine Kontrollgruppe blieb vor Ort und musste dann feststellen, dass das Feuer wohl doch zu viel Nahrung fand: Um 13.15 Uhr wurde erneut Alarm ausgelöst, die Feuerwehrmänner aus Südlohn und Oeding erhielten diesmal Unterstützung von der Freiwilligen Feuerwehr Vreden, die mit der Drehleiter und einem weiteren Tanklöschfahrzeug anrückte. Wieder waren 60 Feuerwehrleute im Einsatz. Diesmal wurde das Feuer von innen und außen bekämpft - auch von der Drehleiter aus. Das Dach musste dazu aufgeflext werden.

Zur Brandursache machte die Polizei gestern noch keine Angaben, wie in solchen Fällen üblich, wurde die Brandstelle beschlagnahmt. Die Ermittlungen dauern an.

ewa/tke

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