Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Mehr Alltag im Haus Georg

Südlohn "Wir wollen nicht, dass die Bewohner ihre Selbstständigkeit an der Haustür abgeben", sagt Bernhard Lensing, Geschäftsführer des DRK-Kreisverbands Borken. Im Gegenteil: Das Haus Georg für demenziell erkrankte Menschen will beides bieten - Eigenständigkeit und Gemeinschaft.

17.08.2007

Darüber waren sich gestern bei der Grundsteinlegung am Südwall die Grundstückseigentümer Eleonore und Wilhelm Koch aus Lüdinghausen und die Mitarbeiter des DRK einig. Auf 1000 Quadratmetern errichten die Kochs mit ihrer Holzbaufirma eine Wohngemeinschaft für elf pflegebedürftige Menschen. Jeder der Bewohner kann sich in dem einstöckigen Gebäude in seine eigene Wohneinheit mit Räumen zwischen 13 und 23 Quadratmeter zurückziehen. Betreut werden sie vom DRK, das eine ähnliche Wohngemeinschaft auch in Vreden leitet.

Über Alltag bestimmen

Das Besondere: Anders als in einem Pflegeheim bestimmen die Bewohner ihren Alltag selber: "Das fängt an beim Aufstehen, geht weiter beim Essen und umfasst die komplette Tagesgestaltung. Alles kann individuell geplant werden - ähnlich wie in einer Familie", betont Susanne Biallas, Pflegedienstleiterin beim DRK. Auch wenn Selbstbestimmung groß geschrieben wird, bietet ein großer Wohn- und Essbereich mit integrierter Küche und Wintergarten Platz für gemeinsame Aktivitäten wie die Zubereitung des Essens, das vor Ort gekocht wird. An der Haus-Gemeinschaft teilhaben sollen jedoch auch die in ihrer Gesundheit eingeschränkten Bewohner. Die Pflege übernehmen so genannte Altersbegleiter - hauswirtschaftliche Kräfte, die im Umgang mit demenziell Erkrankten geschult und rund um die Uhr für sie da sind. "Wichtig ist uns darüber hinaus, dass die Angehörigen keine Gäste sind, sondern aktiv den Alltag mitgestalten", so Biallas.

Günstiger als im Heim

Ein weiterer Vorteil: Da ein privater Investor beteiligt ist, sei die ambulante Wohnform für die Beteiligten erheblich günstiger als ein Pflegeheim. "Jeder hat seine eigene Profession. Wir haben unsere im begleitenden, pflegerischen - die Firma Koch ihre im Baubereich", meint Bernhard Lensing. Interesse sei da, mehrere Anmeldungen lägen bereits vor. Anfang des Jahres soll das nahe am Zentrum gelegene Haus fertig sein und die Bewohner in ihre Wohngemeinschaft einziehen. kh

Informationen gibt das DRK in Ahaus unter Tel. (0 25 61) 94 95.

Lesen Sie jetzt