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Mit Handschuh und Spaten gegen die Herkulesstaude

Giftpflanze verbreitet sich

24.05.2007

Oeding Dicke Lederhandschuhe mit extra langen Stulpen, dazu langärmlige Oberhemden, hochgeschlossen, stabile Arbeitsjeans ordentlich in Gummistiefeln: Das ist die «Kampfkleidung», in der Landschaftswart Clemens Klein-Menting und Hannes Wienken vom Oedinger Heimatverein an diesem Mittwochmorgen im Hessinghook unterwegs sind - zusätzlich bewaffnet mit Spaten und Hacken. Es ist in der Tat eine Art Krieg, in den die beiden in diesen Tagen gezogen sind: Es geht um die Bekämpfung der Herkulesstaude, auch Riesenbärenklau genannt. So imposant diese Pflanze ist, so aggressiv und gefährlich ist sie zugleich. Bis über drei Meter wächst sie in die Höhe, bildet riesige weiße Dolden und prägt die Landschaft an Fluss- und Bachufern, Böschungen und Waldrändern. Wer die Herkulesstaude berührt, riskiert Verbrennungen. Gerade für Kinder stellt sie eine besondere Gefahr dar (Münsterland Zeitung berichtete bereits). Im Hessinghook scheint sie ihren idealen Standort gefunden zu haben. Sie wächst und gedeiht aber auch an vielen Stellen entlang der Schlinge, beispielsweise an Engerings Brücke im Look und an der Brücke unter der Winterswijker Straße. Seit Jahren schon zieht Clemens Klein Menting gegen die Pflanze zu Felde - bisher mit eher bescheidenem Erfolg, wie er zugibt: «Die ist ständig wieder da. Kein Wunder: Jede Pflanze produziert fünf- bis zehntausend Samen, die sich weit verteilen können.» Bislang hatte er es mit Spritzaktionen und Verbrennen versucht - ohne nachhaltigen Erfolg. «Wenn keine Hilfe kommt, verlieren wir diesen Kampf.» Und die ist jetzt in Sicht - in Person von Hannes Wienken. «Ich bin dabei, die 'jungen Leute' vom Heimatverein anzulernen», verrät Klein-Menting schmunzelnd. Man hat vom Heimatverein Eggerode die Information erhalten, dass dort bei der Bekämpfung der Pflanze gute Ergebnisse erzielt werden, wenn man sie im «Jugend-Stadium» einfach komplett ausgräbt und ausrodet. Und genau das passiert derzeit im Hessinghook: Klein-Menting und Wienken sind mit Spaten und Hacke an Waldrändern, in Gräben und an Böschungen unterwegs. Die Resultate ihrer Arbeit vertrocknen ungefährlich in der Sonne: Wurzelstrünke und riesige Blätter vom Riesenbärenklau. geo

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