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Modell für mehr Zukunft

Südlohn Die Schülerzahlen an der Roncalli-Hauptschule werden in Zukunft kontinuierlich sinken. So lautet die klare Prognose, die dem am Donnerstag im Schulausschuss vorgestellten Zahlenwerk der Verwaltung zu entnehmen ist.

25.10.2007

Bereits in den vergangenen vier Jahren zeichnete sich ein Wandel ab. Während die Zahl der Schüler von 1999 bis 2003 zwischen 339 und 354 Mädchen und Jungen pendelte, sank sie seit 2003 um 84 Schüler auf heute 270 (seit Erstellen der Grafik kamen zwei Anmeldungen hinzu).

29 Kinder in Klasse 5

Im laufenden Schuljahr konnte erstmals nur eine Eingangsklasse mit 29 Kindern gebildet werden - fast die Hälfte von ihnen kommt aus Burlo und Weseke. Zwar werde ihre Zahl in der siebten Klasse wegen Schulabgängern von anderen Schulen wieder steigen, wie Schulleiterin Doris Bennemann erklärte. Doch zeichnet das Datenmaterial, das auf amtlichen Schuldaten und dem Bestand nach dem Einwohnerregister basiert, insgesamt einen enormen Rückgang ab. Bis 2015 reduziert sich ihre Zahl demnach um 83 auf insgesamt 187 Schüler. Der Grund sei im demographischen Wandel der Bevölkerung zu suchen, sagte Bürgermeister Georg Beckmann. "Für uns ist das ein Signal, dass wir bei den weiteren politischen Entscheidungen berücksichtigen", so Beckmann weiter.

Rhythmus verändert

Ein Modell, um die einzige weiterführende Schule vor Ort bedarfsgerecht weiterzuentwickeln, hatte Doris Bennemann den Ausschussmitgliedern mit dem Programm 13 Plus - auf Antrag der CDU-Fraktion - bereits mitgebracht. Was sich durch das Programm für die Kinder verändern werde? Die Teilnahme sei - anders als bei der Gebundenen Ganztagsschule - freiwillig. Doch durch Mittagessen, Hausaufgabenbetreuung und weitere Angebote beispielsweise im musischen, künstlerischen oder sportlichen Bereich ändere sich der gesamte Tagesrhythmus. Es sei wichtig Veränderungen anzustoßen. Denn: "Durch die Einführung der Offenen Ganztagsschule in den Grundschulen wird ein anderer Bedarf an Angeboten in der Hauptschule entstehen", erläuterte sie.

Logische Folge

Bei einem Wechsel auf die weiterführende Schule sei Eltern in Südlohn in Zukunft kaum plausibel zu machen, dass ihre Kinder nun nur noch halbtags betreut würden, meinte auch Bürgermeister Georg Beckmann. "Es ist eine logische Folge, jetzt Veränderungen im Bereich der Hauptschule umzusetzen. Wir orientieren uns dabei mit dem Programm 13 Plus an den Wünschen der Eltern. Auch der Wettbewerb mit anderen Hauptschulen ist in diesem Zusammenhang zu bedenken."

Die Gemeinde als Schulträger muss bei einer positiven Entscheidung den entsprechenden Antrag beim Land stellen und unter anderem über Investitionen in baulicher Hinsicht nach- denken. kh

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