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Musikkapelle Südlohn begeistert 420 Zuhörer mit Vielfalt und Können

Frühjahrskonzert

OEDING Es war der perfekte Abschluss eines strahlenden Tages, ein Gute-Laune-Konzert vom Anfang bis zum Schluss – mit einer echten Überraschung. Die Rede ist vom Frühjahrskonzert der heimischen Musikkapelle, das am Samstagabend in der Jakobihalle unter dem Motto „Tierisch gut“ vor vollem Haus stattgefunden hat.

von Von Georg Beining

, 18.04.2010

Die Überraschung war gar nicht einmal der im Programm angekündigte Auftritt von Pastor Stefan Scho als Erzähler im Musikstück „Noahs Arche“. Dabei haben sich einfach menschliche und musikalische Stimmgewalt ideal zusammengefunden – als wenn sie nie etwas anderes gemacht hätten. Nein, die Überraschung fand bereits zu Beginn des Konzertes statt: Das Schülerorchester war zweifellos der heimliche Star dieses Abends. Von den 420 Zuhörern in der Halle hat wohl keiner diese junge Truppe jemals so gut gehört. Was da unter der Leitung von Miriam Leesing heranwächst, lässt einiges erwarten.

Typisches Beispiel für Vielseitigkeit und Qualität ist in diesem Zusammenhang Sarah Wentholt. Sie spielte Klarinette, und das gleich in zwei Orchestern: An diesem Abend zunächst bei den Schülern und im Anschluss auch bei der Jugend unter Daniel Bengfort. Außerdem war sie noch an der Seite von Christoph Bennemann, der in der Musikkapelle sonst den Schellenbaum trägt, als charmante Moderatorin in Aktion. Zweieinhalb kurzweilige Stunden „tierisch gutes“ Konzert – fast durchweg leichte Frühlings-Kost, allerdings keineswegs ohne den Anspruch, den man auch beim Hauptorchester mit seinem Chef Christian Köhler längst gewohnt ist. Dafür lieferte diese erfolgsgewohnte Formation auch am Samstag wieder sehr schöne Beispiele.

Die Ouvertüre zur Operette „Die Fledermaus“ ist Freunden leichter Muse in der Besetzung mit Streichern geläufig. Dass deren schnelle und virtuose Partien auch Holzbläser unfallfrei und absolut hörenswert bewältigen können, bewiesen die Musiker des Hauptorchesters sehr eindrucksvoll. Schon in den Titeln der gebotenen Musikstücke drehte sich alles um Tiere: Amselpolka, Jurassic Park, Fish an Monkey - ein Stück fetter Big-Band-Sound mit einem Jazz-Trompeten-Solo von Marc Bengfort, das in die erste Reihe gehört. Und dann das vorletzte Stück: „Noahs Arche“ mit Pastor Stefan Scho und der Musikkapelle Südlohn. Was soll man sagen: Das kann nicht der letzte gemeinsame Auftritt dieser beiden Gesamtkunstwerke gewesen sein.