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Pater Thesing feiert Priesterjubiläum

50 Jahre

OEDING Vor 50 Jahren (1960) ist Pater Thesing in Hünfeld bei Fulda geweiht worden. Pfingstmontag ist ihm zu Ehren ein Empfang im Pfarrheim St. Jakobus geplant, im Anschluss an den Gottesdienst.

von Von Melanie Steur

, 30.04.2010
Pater Thesing feiert Priesterjubiläum

Pater Thesing feiert in diesem Jahr sein 50-jähriges Priesterjubiläum.

Auf der Bank vor der Jakobi-Kirche sitzt Pater Thesing. Er hat sich eine Weste übergezogen gegen das laue Lüftchen, das an diesem Abend durch die Grenzgemeinde weht. Gerade eben ist er mit dem Bus aus Burlo gekommen. Bis der Gottesdienst um 19 Uhr beginnt, ist noch ein bisschen Zeit. Vor 50 Jahren (1960) ist Pater Thesing in Hünfeld bei Fulda geweiht worden. Pfingstmontag ist ihm zu Ehren ein Empfang im Pfarrheim St. Jakobus geplant, im Anschluss an den Gottesdienst. Mit Stolz und Freude blickt Pater Thesing auf die vergangenen Jahre zurück – in denen er viel erlebt hat.

Am 23. November 1931 ist Pater Thesing auf einem Oedinger Bauernhof geboren worden und wuchs mit acht Geschwistern (sechs Jungen und zwei Mädchen) auf dem elterlichen Hof auf. „Zu meinem Beruf bin gekommen durch Kontakte mit anderen Menschen und vor allem mit Missionaren. Da muss ich um die 20 Jahre alt gewesen sein.“ 1954 ging Pater Thesing ins Noviziat nach Engelport an der Mosel.  

Von 1955 bis 1960 studierte er in der Hochschule der Oblaten in Hünfeld und trat dann in den Orden Oblati Mariae Immaculatae (OMI) ein. Nach der Priesterweihe zog er als Volksmissionar von Gemeinde zu Gemeinde und arbeitete von 1968 bis zu seiner Pensionierung 1993 an der Berg-Berufsschule im Ruhrgebiet als Religionslehrer. Wenn er jetzt an diese Zeit zurückdenkt, fällt ihm sofort eines ein: „Ich war für sie da, ich war nicht nur der Lehrer.“ Mit „sie“ sind die Schüler und Menschen in seinem Umfeld gemeint. „Es war ein guter Arbeitsplatz ich war gern dort.“

1993 ist Pater Thesing pensioniert worden, aber das hieß nicht, dass er sich zur Ruhe setzte. „Ich war als Notfallseelsorger und Aushilfspastor tätig. Aus gesundheitlichen Gründen habe er sich nun im Burloer Kloster zurückgezogen. „Da laufe ich fast immer im Blaumann herum und erledige kleine Arbeiten die eben so anfallen“, erzählt Pater Thesing. Seinen jungen Nachfolgern, die sich in dieser schwierigen Zeit für das Priesteramt entscheiden, rät er: „Offenheit und Engagement für die Gesellschaft. Als Priester sollte man für die Menschen da sein. Das ist das Wichtigste, darum geht es.“