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Singender Synergieeffekt

Südlohn/Oeding Ein "kirchenmusikalisches Konzert", kündigte die Vorsitzende Christel Kettermann am Sonntagabend in der St. Vitus-Kirche an - eher bescheide. Denn die künstlerisch wertvolle Sangesleistung des Cäcilienchores St. Jakobus zusammen mit der Chorgemeinschaft St. Vitus überzeugte und übertraf sogar alle Erwartungen.

08.10.2007

Ein Vergleich könnte das erklären: Der Betriebswirt spricht in diesem Zusammenhang gern vom so genannten "Synergieeffekt", also vom wirtschaftlichen Mehrerfolg einer Fusion. Dass dieser auch musikalisch machbar ist, zeigten die Chöre der Pfarrgemeinde St. Vitus und St. Jakobus mit diesem gemeinsamen Auftritt.

Mit klassischen Kirchenliedern, internationalen und eigenen Kompositionen verwandelten die Akteure die Kirche in einen wohl klingenden Klangkörper.

Und der Hausherr, Pastor Stefan Scho, vernahm es mit Wohlwollen, aber aus einer ganz anderen Perspektive als gewohnt. "Ich bin ja sonst immer da vorne, und von hinten sieht das total anders aus", gab er zum Schluss seine Sicht der Dinge als Hinterbänkler und Privatmann preis. Und sein Fazit: "Ihr habt ein wirklich schönes Konzert gegeben. Macht so weiter, dass wir eine Gemeinde werden."

Was er und zahlreiche Besucher hörten, war der stete Wechsel, mit dem sich die Chöre gegenseitig ergänzten. Ein Höhepunkt war dabei die Uraufführung von "Angelus Domini", einer Komposition des langjährigen Cäcilienchorleiters Ludger Nienhaus, die sein Geschenk an die Nachfolgerin Hildegard Beckmann war. Als Solistin gab diese ihren "Einstand" mit jetzt ihrem Chor - und zwar mit dem Marienlob nach einem russischen Volkslied. An einen hebräischen Text wie dem des "Shalom Alechem" aus Israel wagte sich darauf die Chorgemeinschaft und demonstrierte damit die Schönheit dieser Sprache. Instrumentalmusik erster Klasse präsentierte das Duo Hermann Damm und Maria Lüdiger-Schmeing anschließend jeweils an Klarinette und Orgel auf der Empore.

Großes Finale

Zum großen Finale verschmolzen beide Chöre mit "Die Himmel rühmen" von Ludwig van Beethoven sowie dem Solo von Beckmann zu einem harmonischen Ganzen. Stehende Ovationen und viel Applaus zeugten davon, wie gut dem Publikum das Konzert gefallen hatte. tke

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