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Spannende Geschichte aus Oeding und Münster

Der erste Allwetterzoo-Münster-Krimi

Ein geschenkter Goldfisch – „Cyprinus auratus“ – ist der Auslöser. „Eine Kleinigkeit, durch die ein Leben komplett aus den Fugen geraten kann“, beschreibt Georg Beining. Er hat diesem kleinen Geschenk ein folgenschweres und spannendes Szenario angehängt. Das Ergebnis: „Der erste Allwetterzoo-Münster-Krimi“.

OEDING

von Von Anne Winter-Weckenbrock

, 04.11.2011
Spannende Geschichte aus Oeding und Münster

Hier ist der Krimi entstanden: Im Esszimmer, den Geschirrschrank im Rücken und den Blick durchs weinumrankte Fenster frei auf die Pferdewiese, hat Georg Beining die spannend-skurrile Geschichte rund um den »Cyprinus auratus« geschrieben.

Der 63-Jährige lehnt sich auf seinem Stuhl zurück und blickt auf einen Stapel Bücher: Der Krimi ist gedruckt. Eine Geschichte aus Münster und Oeding auf 150 Seiten. Ein Dreivierteljahr hat er dort im Esszimmer an seinem Tisch gesessen und den Krimi ins kleine Netbook gehackt. Eine fein verwobene Geschichte, die damit beginnt, dass der dröge Versicherungsangestellte Siegfried Schmalfuß einen Goldfisch geschenkt bekommt und wenig später tot im Amazonasbecken des Allwetterzoos Münster treibt. Und um Gregor Kotten, der durch Zufall zum Hobby-Kriminalisten wird. Im Hauptberuf ist er Pressesprecher des Allwetterzoos und auch freier Mitarbeiter der örtlichen Tageszeitung.

Georg Beining, den die Leser der Münsterland Zeitung als jahrelangen Berichterstatter kennen, schmunzelt: Autobiographische Züge seien keinesfalls zufällig. „Wo kenne ich mich am besten aus? Bei Musik, bei Peugeots und bei mir“, meint er augenzwinkernd. Das sind die Parallelen zwischen der Hauptfigur und dem Autoren. So muss Gregor Kotten den Termin für die Lokalzeitung bei der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr absagen und in Münster eine nächtliche Zooführung übernehmen. Der Tote im Becken lässt die Führung ausfallen. Aber Gregor Kottens Interesse ist geweckt. Warum sterben zur gleichen Zeit eine Tierärztin und der Besitzer einer Zoohandlung in Münster? Und hat auch der Tote, der im Aasee-Dampfer „Professor Landois“ gefunden wird, vielleicht mit der Leiche im Becken zu tun? Zuhause in Oeding rätselt er mit Lebensgefährtin Milla und dem befreundeten niederländischen Ehepaar van Puffelen weiter – und Kommissar Jurgeleit aus Münster ist nicht gerade unfroh über die Hilfe aus der Grenzregion. Denn eine verrückte Bruderschaft kommt ins Spiel…

Eine gute Beobachtungsgabe und Sympathie des Autors für den (west-) münsterlandischen Menschenschlag scheint durch in dieser Geschichte ebenso wie feiner Humor. Die Leser, die sich in der Region auskennen, dürfen sich über viel Wiedererkennungseffekte freuen – nicht nur über die Angabe, wo auf dem Weg über Coesfeld nach Münster „Radio 4 NL“ nicht mehr zu empfangen ist. Im Allwetterzoo hat Georg Beining mit Hilfe von Ilona Zühlke, der „echten“ Pressesprecherin, die Handlungsorte unter die Lupe genommen. Der Gedanke, den Zoo in seine Geschichte miteinzubeziehen, sei langsam gereift, so Beining. Früher habe er es schon mal mit Kurzgeschichten probiert. „Schubladengeschichten“, wie er lächelnd nachschiebt. Aus der Lade nahm er aber die Goldfisch-Kurzgeschichte – und der Zoo-Krimi kam ins Rollen. „Ich hab es so durchgeschrieben“, beschreibt er, wie sein Werk zustande kam. Die handelnden Personen hätten schon ein Eigenleben entwickelt, so manche Szene habe ein anderes Ende als zunächst erdacht, erzählt der Autor. Vom Esstisch aus blickt Beining auf eine Pferdewiese und auf den wild rankenden Wein über dem Fenster. Trinken die Kottens und van Puffelens deswegen so gern und oft Trollinger? Der Grund wird in Band zwei aufgelöst, verrät Georg Beining. Und tippt vielsagend auf sein kleines Netbook…  Zum Buch in Kürze:

  • Inhalt: „Angefangen bei der Tierliebe im Kleinen, entfaltet dieser Allwetterzoo-Krimi schließlich unerwartet ein spannendes und gut durchdachtes Szenario um den Artenschutz im Großen, das von der Atmosphäre des Münsterlandes und den dazugehörigen Typen harmonisch-lakonisch abgerundet wird“, heißt es auf im Klappentext.
  • Daten: Das Buch ist im Schardt Verlag Oldenburg erschienen. Es ist ab sofort für 12,80 Euro bei Bischop Schreibwaren erhältlich oder auch zu bestellen: ISBN 978-3-89841-615-3.
  • Lesung: Der Autor wird am 6. Januar 2012 auf Einladung der Bürgerstiftung Südlohn-Oeding aus seinem Werk lesen.
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