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Umsatz bei Petrotec um 17,5 Prozent gestiegen

28.08.2007

Oeding/Borken "Wir sind gut aufgestellt für die Märkte in Europa." Dies erklärte Falk von Kriegsheim, Pressesprecher der Petrotec AG, angesichts der jüngst veröffentlichten Halbjahreszahlen des Biodieselherstellers. So habe das Unternehmen, das in Oeding Biodiesel produziert und eine Fettschmelze in Borken-Burlo betreibt, im ersten Halbjahr seinen Umsatz um 17,5 Prozent auf 31,8 Mio. Euro gesteigert (Vorjahr: 27 Mio. Euro). Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) sei im zweiten Quartal 2007 auf 100 000 Euro gestiegen.

Der Aufbau der 100 000-Tonnen-Biodieselanlage im Tiefseehafen von Emden gehe planmäßig voran. Das Personal sei fast komplett und werde derzeit im Stammwerk in Borken eingewiesen. Die Inbetriebnahme sei für das vierte Quartal geplant, so von Kriegsheim weiter. Bereits ab Oktober stünden die 6000 Kubikmeter Tanklagerraum zur Verfügung. Das Unternehmen erhoffe sich bessere Vertriebsmöglichkeiten über die Lieferbarkeit größerer Mengen und eine optimierte Logistik. Das gelte insbesondere für die Märkte außerhalb Deutschlands. "Davon profitieren auch die Standorte vor Ort mit 64 Mitarbeitern, da günstiger Speisefett importiert und Biodiesel exportiert werden kann." Investitionskosten: rund 20 Mio. Euro.

Gute Auslastung

Trotz des gestiegenen Umsatzes im ersten Halbjahr korrigierte das Unternehmen seine Erwartungen für das Gesamtjahr nach unten. Zu rechnen sei mit einem Umsatz von 65 bis 68 Mio. Euro statt der anvisierten 70 Mio. Euro sowie ein negatives EBITDA in Höhe von zwei bis drei Mio. Euro. Die Gründe: Das Überangebot an Biodiesel, die hochsubventionierten Importe aus den USA und die negativen gesetzlichen Rahmenbedingungen für Biodiesel in Deutschland. Bei Petrotec sei die Auslastung mit 82 Prozent jedoch sehr gut.

Die Jahreskapazität liege seit September 2006 bei 85 000 Tonnen Biodiesel. Anders als viele ihrer Wettbewerber habe Petrotec seit Jahren Biodiesel primär aus Altspeisefetten hergestellt, die als Rohstoff für die Biodieselproduktion deutlich günstiger seien als das von Wettbewerbern meist verwendete Rapsöl. kh

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