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Vom Schüler zum Elektriker

Südlohn Tief beugt sich Andre Meis (16) über das Gehäuse, lauscht den Worten von Ausbilder Manfred Schlettert. Diesen ersten August wird der Stadtlohner wie Tausende anderer Jugendlicher wohl nicht so schnell vergessen: der erste Tag als Azubi - ein wichtiger Schritt in die Welt der Erwachsenen.

01.08.2007

Die Aufregung war gestern groß im Hause Meis. "Schlafen ging noch, aber viel gegessen habe ich heute morgen nicht", sagt Andre. Aber ein neuer Lebensabschnitt? Er lächelt verschmitzt. Bereits Mitte vergangenen Jahres hatte er sich auf die Suche gemacht, rund zehn Bewerbungen geschrieben. Dann ging alles ganz schnell: Vorstellungsgespräch, Probearbeiten - und er hatte die Zusage beim Unternehmen Pfreundt in Südlohn in der Tasche.

Elektroniker für Systeme und Geräte will er werden. "Die anderen aus meiner Klasse haben auch was bekommen", sagt der ehemalige Realschüler. Sicher sei es schwierig in diesen Bereich hineinzukommen. Doch, dass es kaum Ausbildungsplätze gebe, wie häufig gesagt wird. Das sei doch Panikmache, meint Manfred Schlettert dazu.

Andre braucht sich darüber keine Gedanken mehr zu machen. Er hat heute einen Rundgang durch alle Abteilungen des Unternehmens mit mehr als 50 Mitarbeitern gemacht, zu dem er nun auch gehört. Dann ging's endlich ans Eingemachte: ein elektrisches System prüfen. "In der Schule bekam man alles vorgesetzt. Hier kann ich endlich praktisch arbeiten."

Geld habe auch gelockt. Aber er habe sich den Job nach seinen Interessen ausgesucht. Und "Tüfteln" war schon immer Andres Leidenschaft. Ob Leitungen löten oder am Mofa schrauben - "ich hab schon immer viel auseinander genommen. Ich will wissen, wie die Dinge funktionieren". Die Beine hochlegen will Andre nach seinem ersten Arbeitstag aber nicht. Er will Freunde treffen: "Zum Erfahrungs- austausch." kh

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