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Konzept für den Ortskern in Oeding

Geplante Ansiedlung eines Drogeriemarktes

Der Gemeinderat hat sich mit der Ortsentwicklung von Oeding beschäftigt. Die Ansiedlung eines Drogeriemarkts spielte auch eine Rolle.

Oeding

, 03.05.2018
Konzept für den Ortskern in Oeding

Um die Zukunft Oedings ging es auch beim schon beim „Bürgerforum“ im April. © Georg Beining

Jetzt kommt also doch Bewegung rein: Bürgermeister Christian Vedder darf weiter über die Ansiedlung eines Drogeriemarktes im Oedinger Ortskern verhandeln – und zwar parallel zur Entwicklung eines Integrierten Handlungskonzepts (IHK). Der Gemeinderat erteilte ihm am Mittwochabend ein entsprechendes Mandat. „Aus meiner Sicht ist damit eine Beschleunigung erreicht“, sagte Vedder. Man müsse nun nicht mehr warten, bis das komplette IHK fertiggestellt sei.

Standortfrage

Als möglicher Standort zeichnet sich immer mehr das Areal zwischen Rewe und Aldi an der Pfarrer-Becker-Straße ab. Beim Bürgerforum zum IHK Oeding am 10. April hatten sich viele Bürger gegen eine Bebauung des Kirmesplatzes ausgesprochen, Politik und Verwaltung teilen diese Meinung. Und auch der Investor bevorzuge den Standort zwischen Rewe und Aldi, so Christian Vedder. Der Gewerbeverein Oeding hatte vor einigen Tagen in einem Schreiben an Verwaltung und Gemeinderat auf eine Beschleunigung in Sachen Drogerie-Ansiedlung gedrängt (Münsterland Zeitung berichtete). Die Unternehmer warfen der Politik eine „Hinhaltetaktik“ vor, die mögliche Investoren vergraulen könnte. CDU, SPD und Grüne, die der Ansiedlung der Drogerie das IHK ursprünglich vorschalten wollten, wiesen die Kritik am Mittwochabend zurück. „Niemand im Rat hat den Drogerie-Markt abgelehnt“, sagte Alois Kahmen (CDU). „Wir wollen auch möglichst zügig eine Umsetzung sehen.“ Josef Schleif (Grüne) bezeichnete die Vorwürfe als „absoluten Blödsinn“ und Barbara Seidensticker-Beining (SPD) betonte noch einmal, dass man „gewisse Dinge nun mal nicht übers Knie brechen“ könne.

Stärken und Schwächen

Über den Stand der Dinge beim IHK Oeding informierte Felix Kutzera vom Dortmunder Planungsbüro Pesch und Partner. Mit dem Bürgerforum im April sei ein erster, wichtiger Schritt erfolgt, sagte der Raumplaner. Auf Basis dort geäußerter Bürgermeinungen sowie eigener Erhebungen hat das Büro ein Stärken- und Schwächenprofil erstellt.

Als Stärken wurden demnach der historische Stadtgrundriss mit einigen prägenden Einzelbauten, ein sehr gutes Nahversorgungsangebot, Potenziale zur Nachverdichtung, eine gute Erreichbarkeit mit ausreichend Parkplätzen und eine gut ausgebaute soziale Infrastruktur identifiziert. Dem stehen gestalterische Mängel mit zahlreichen Baulücken, eine geringe Aufenthaltsqualität, verbesserungsfähige Ortseingänge, eine schlechte Verknüpfung des historischen Ortskerns mit dem „neuen“ Zentrum sowie Nachholbedarf im Bereich der Schlinge gegenüber, die als Landschaftselement kaum erfahrbar ist.

Gemeindeplatz

Die Ansiedlung einer Drogerie würden einige Bürger nicht nur befürworten, sondern „als Notwendigkeit ansehen“, sagte Kutzera. Die Bebauung des Kirmesplatzes würde aber mehrheitlich abgelehnt. „Die Bürger wünschen sich multifunktional nutzbare Flächen – für große Feste, aber auch als reinen Aufenthaltsort. Eben einen Gemeindeplatz statt einen Kirmesplatz.“ Auch eine Umgestaltung des Rathausplatzes sei denkbar, ebenso eine parkähnliche Nutzung des Überschwemmungsbereichs an der Schlinge.

Im Juli soll ein zweites Bürgerforum stattfinden. Der genaue Termin wird noch bekannt gegeben. Danach sollen konkrete Maßnahmen und Projekte entwickelt werden. Der gemeinsame Abschlussbericht für die Konzepte für Südlohn und Oeding sollen im Herbst im Rat vorgestellt werden. Das Protokoll des ersten Bürgerforums zum IHK Oeding ist auf der Website der Gemeinde zu finden.

bit.ly/2KzNSSP