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Ohne ehrenamtliche Fahrer geht nichts

Neuer Bürgerbus für Südlohn eingeweiht

Es ist bereits das dritte Fahrzeug, das der Bürgerbus-Verein in den 13 Jahren seines Bestehens erhält. Noch wichtiger aber sind die ehrenamtlichen Fahrer.

Südlohn

, 13.05.2018
Ohne ehrenamtliche Fahrer geht nichts

Die Bürgerbusfahrer und die Pfarrer Stefan Scho und Christa Stenvers waren am Samstag bei der Einweihung des neuen Bürgerbusses vor dem Feuerwehrgerätehaus dabei. © MEISEL-KEMPER

Auf dem Vorplatz des Feuerwehrgerätehauses in Südlohn wurde der dritte Bürgerbus des Bürgerbusvereins Südlohn eingeweiht. Bürgerbusfahrer Manfred Harmeling, 76 Jahre, hat sich davon gleich ein Bild gemacht: „Seit der Vereinsgründung vor 13 Jahren fahre ich den Bürgerbus. Das Fahren allein macht Spaß, aber auch die Gespräche mit den Fahrgästen. Die Schüler sind sehr freundlich. Auch die Senioren freuen sich darüber, dass es uns und den Bürgerbus gibt.“

Ehrenamtliche Fahrer

„Dass wir schon das dritte Fahrzeug einweihen können, haben wir vielen Helfern und Unterstützern zu verdanken“, sagte Michael Schichel, der nicht nur die Sponsoren und Förderer auflistete, sondern auch die Männer und Frauen lobte, „die sich ehrenamtlich als Bürgerbusfahrerin und -fahrer in den Dienst der Gemeinschaft stellen. Sie sind die Substanz und eine wichtige Klammer, die unseren Fahrbetrieb zusammen hält und ihn prägt.“

Die allgemeine Ansicht, dass Ehrenamtliche anderen die bezahlten Arbeitsplätze wegnähmen, konnte er nicht teilen, trotz entsprechender Fakten: „Rund 23 Millionen Menschen engagieren sich ehrenamtlich in den Bereichen Sport, Freizeit, Kultur, Soziales, Kirche, Kindergarten und Schule sowie in der politischen Interessenvertretung. Sie alle leisten eine vergleichbare Arbeitskraft wie 3,2 Millionen Vollbeschäftigte.“

Das Interesse an der Sache, für die sie sich freiwillig und unentgeltlich engagierten, ließen sie mit mehr Engagement und Hingabe bei der Sache sein. „Ehrenamtliches Wirken schließt Eigensucht und Bequemlichkeit aus, denn sie sind Hemmschuhe für solidarisches und soziales Handeln. Wer sich in dieser Weise engagiert, übernimmt Verantwortung für unsere Gemeinschaft“, sagte Michael Schichel.

Fahrzeug gesegnet

Pfarrer Stefan Scho segnete das Fahrzeug, unterstützt von der evangelischen Pfarrerin Christa Stenvers. „Es ist das zweite Fahrzeug, das ich in Südlohn einweihen kann. Das ist ein Zeichen dafür, dass dieser Dienst angenommen wird und die Ortsteile Oeding mit Südlohn verbindet“, so Scho. Allerdings zieht der Bürgerbus Südlohn noch weitere Kreise, die bis Stadtlohn und bis über die Grenze nach Winterswijk reichen.

Auf die Fahrten mit dem neuen Bürgerbus freute sich auch die 77-jährige Gertrud Tecker, die wie Harmeling von Anfang an dabei ist als Bürgerbusfahrerin: „Vor 13 Jahren war ich im Vorstand des Heimatvereins Südlohn, als wir die Anfrage bekommen haben, als Bürgerbusfahrer bei der Gründung des neuen Vereins mitzumachen. Mein Mann und ich haben sofort zugesagt. Es ist schön, wenn die Gäste danke sagen. Wir haben auch schon mal Plätzchen als Dankeschön vor unserer Tür gefunden.“