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Hilfe für Kinder in Südafrika

Reisegruppe besucht Schule nahe Kapstadt

Als Reiseleiterin kennt Daniela Demes die Sehenswürdigkeiten Südafrikas. Beim jüngsten Trip stand ein besonderer Programmpunkt auf dem Plan.

Südlohn/Stadtlohn

, 14.05.2018
Hilfe für Kinder in Südafrika

Daniela Demes, Mitarbeiterin eines Reisebüros in Südlohn, war mit einer Reisegruppe in Südafrika. Die Gruppe besuchte eine Schule, die sie mit einer Spende unterstützte. Die Kinder hatten Spaß mit Maskottchen Gisi und staunten über Demes‘ Haarfarbe. © privat

Südafrika sei ihre „zweite Heimat“, sagt Daniela Demes. Insgesamt 13 Jahre hat die Mitarbeiterin eines Südlohner Reisebüros in Kapstadt und Johannesburg gearbeitet und in dieser Zeit Land und Leute lieben gelernt. Die Vorzüge Südafrikas brachte die Stadtlohnerin zuletzt als Reiseleiterin auch einer 13-köpfigen Reisegruppe näher. Neben den üblichen Sehenswürdigkeiten stand auch ein besonderer Ausflug auf dem Plan.

„Ich versuche immer, auch einen Programmpunkt zu finden, der nicht klassisch touristisch ist“, sagt Daniela Demes. Vor der 16-tägigen Reise nahm sie deshalb Kontakt zu einer Agentur in Südafrika auf. Dort machte man sie auf einen Kindergarten und eine Grundschule in der Gemeinde Oudtshoorn im Süden des Landes aufmerksam.

Hilfsprojekt

Um die Kinder dort zu unterstützen, haben die Besitzer einer nahe gelegenen Straußenfarm vor einigen Jahren das „Zeekoegat Primary School Project“ ins Leben gerufen. Wer helfen möchte, kauft „Bricks“ (Steine) und leistet so einen Beitrag zum Aufbau der neuen Schule. „Buy a Brick. Build a School. Change a Life“ lautet das Motto des Hilfsprojekts, was übersetzt so viel wie „Kaufe einen Stein. Baue eine Schule. Verändere ein Leben“ bedeutet.

„Viele Eltern können sich nicht einmal die Schuluniformen für ihre Kinder leisten“, sagt Daniela Demes. Schule und Kindergarten sind auf Spenden angewiesen, um zusätzliche Lehrkräfte und Betreuer zu bezahlen, bessere Unterrichtsmaterialien anzuschaffen und eine vernünftige Verpflegung der rund 90 Schulkinder sicherzustellen.

Staunen über blondes Haar

Die Kinder selbst hätten zunächst etwas zurückhaltend auf den Besuch reagiert, berichtet Daniela Demes. Sie fanden aber schnell Gefallen am Reisemaskottchen Gisi und vor allem an den blonden Haaren von Daniela Demes. Viele Kinder hatten diese Haarfarbe noch nie gesehen. „Da sind die Kinder dann ganz schnell aufgetaut.“

Eine mitgereiste Lehrerin unterhielt sich mit ihrer südafrikanischen Kollegin über den Schulalltag vor Ort – und war überrascht, wie sehr sich Unterrichtsinhalte und Materialien in Deutschland und Südafrika ähneln. „Wir waren ganz erstaunt, was dort zum Teil für moderne Schulhefte zum Einsatz kommen“, so Demes.